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Kindesmissbrauch: Belastende Bilder für die Ermittler

Gifhorn Kindesmissbrauch: Belastende Bilder für die Ermittler

Gifhorn. Kinder, die vor laufender Kamera vergewaltigt und missbraucht werden: Es sind grauenvolle Bilder, die sich Polizei-Spezialisten anschauen müssen, um Sex-Tätern und Pädophilen auf die Spur zu kommen.

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Belastende Aufgabe: So wie hier beim Landeskriminalamt müssen die Ermittler in Sachen Kinderpornos viele digitale Spuren untersuchen.

Quelle: rainer droese

89 Sexualdelikte beschäftigten die Kripo 2015 - darunter auch das Verbreiten und der Besitz von kinderpornographischem Material. Zwölf Mal sei 2015 wegen der Verbreitung von „kinderpornographischen Schriften“, 13 Mal wegen deren Besitz ermittelt worden, nennt Kripo-Chef Jürgen Schmidt die nüchternen Zahlen.

Die Arbeit der dreiköpfigen Daten-Ermittlungsgruppe und der Spezialisten des Fachkommissariats 1 sei schwierig und aufwändig. „Sichergestellte Rechner müssen auf digitale Spuren untersucht werden, Festplatten sind zu sichten“, erläutert Schmidt. „Dabei sind teilweise mehr als 100.000 Fotos und auch Filme in Augenschein zu nehmen“, so der Kripo-Leiter. „Das ist für die Kolleginnen und Kollegen sehr belastend - und dauert zum Teil Monate.“ In Kooperation mit LKA und BKA steige das Entdeckungsrisiko für pädophile Täter - Männer und Frauen. Sie sind vielfach über Internet-Tauschbörsen vernetzt. Ein Hauptziel der Ermittlungen: die Festnahme der Täter, die den Kindern dieses schwere Leid zufügen. „Sie agieren häufig im asiatischen Raum“, so der Kripo-Chef.

Unter den 89 Sexualdelikten habe es 2015 jedoch auch sieben Fälle von Vergewaltigung und acht Fälle der sexuellen Nötigung gegeben. „Überwiegend Beziehungstaten - in 80 Prozent der Fälle gab es eine Vorbeziehung zwischen Täter und Opfer.“ In weiteren elf Fällen wurde wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern ermittelt. Zudem waren die Polizei-Ermittler im letzten Jahr mit sechs Exhibitionismus-Fällen beschäftigt.

ust

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