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Kinderarmut sinkt nur auf dem Papier

Gifhorn Kinderarmut sinkt nur auf dem Papier

Gifhorn. In Stadt und Kreis Gifhorn sinkt die Zahl der armen Kinder - auf dem Papier. Darauf weist der städtischen Kinderfonds Kleine Kinder immer satt anlässlich seiner Auszeichnung mit dem Award von Volksbank Brawo und United Kids Foundations hin.

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Award verliehen: Volksbank Brawo und United Kids Foundations zeichneten Dr. Klaus Meister (2.v.l.) stellvertretend für den Hilfsfonds Kleine Kinder immer satt aus.

Quelle: Photowerk (cc)

Gifhorn. 9,3 Prozent der Kinder im Kreis (2333 Kinder) und 15,5 Prozent in der Stadt (890) leben in Familien, die von Hartz IV betroffen sind, so Kinderfonds-Koordinator Holger Ploog. 2011 lagen die Zahlen noch bei 2792 Kindern im Kreis und 1048 in der Stadt.

Doch das ist laut Ploog nur Statistik. „Wir merken, dass wir einen steigenden Bedarf haben.“ Die Bedürftigkeit lasse nämlich nicht nach, nur weil die Betroffenen nicht mehr unter Hartz IV fielen. Sie hätten dann zwar einen Job, aber oft einen schlecht bezahlten. Nur würden diese Kinder statistisch nicht mehr erfasst. Deshalb wünscht sich der Kinderfonds genauere Zahlen. Ploog: „Die reale Kinderarmut kennen wir nicht.“

78.830 Euro hat es gekostet, mit 16 Projekten im abgelaufenen Schul- und Kitajahr 3000 Mal Kindern zu helfen, so Dr. Klaus Meister. Die Kostenkalkulation für 2015/16 liegen bei knapp 85.000 Euro. „Wir haben viele Spender und sind darüber froh“, sagte Meister. Dennoch fehlen zurzeit noch rund 40.000 Euro, um die Kostenprognose zu decken.

Meister hat stellvertretend für den Kinderfonds den Award von Thomas Fast von der Volksbank Brawo entgegen genommen, die sich mit der United Kids Foundations dem Kampf gegen die Kinderarmut widmet. „Wir wollen danke sagen den Menschen, die uns helfen, die Not zu lindern“, lobt Fast die Zusammenarbeit. Auch Bürgermeister Matthias Nerlich hobt die Leistungen des Kinderfonds hervor: „Es ist eine dauerhafte Arbeit über ganz viele Jahre.“

rtm

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