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Keine leichte Kost beim Jugendtheater

Gifhorn Keine leichte Kost beim Jugendtheater

Alles andere als leichte Kost hatten die Schülerinnen und Schüler am Mittwochabend zu verdauen. Das Theater für Niedersachsen gastierte mit einer literarischen Collage über den Ersten Weltkrieg in der Stadthalle.

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Bewegender Abend: Um das Thema Erster Weltkrieg ging es beim Jugendtheater.

Quelle: Photowerk (cc)

Unter dem Titel „Er verging wie der Rauch“, einer Zeile aus Bertolt Brechts Gedicht „Ballade vom Weib und dem Soldaten“ verbindet Reiner Müller beeindruckend Reden, Romanausschnitte, Briefe, Gedichte und Lieder aus jener Zeit. Das fünfköpfige Ensemble sitzt in einer Art Archiv. Jeder sitzt an einem Tisch mit Schreibtischlampe und Schreibutensilien. Rechts und links begrenzen Regale, in denen sich Kartons befinden, den Bühnenraum. Doch dieser nüchterne Raum verwandelt sich immer wieder in das Schlachtfeld. Das Feld auf dem sich im Stellungskampf die Kriegseuphorie in Luft auflöst. Die Auswahl der Texte verdeutlicht die anfängliche Begeisterung für den Krieg bei dem sich junge Männer von der Schulbank weg freiwillig meldeten und dem Schock der Realität, das Töten und das Sterben.

Die Zeitzeugen werden eindrucksvoll von Joëlle Rose Benhamon, Marek Egert, Moritz Nikolaus Koch, Simone Mende und Dieter Wahlbuhl verkörpert.

Das Publikum wird Zeuge der Ernüchterung und Erschütterung angesichts des Grauens, ob in Briefwechseln wie dem zwischen Franz Marc und seiner Frau Maria, den Gedichten von Else Lasker-Schüler oder den Passagen aus Edlef Köppens Roman „Heeresbericht“.

Mit Texten des Dadaismus, der Antwort der Künstler Hugo Ball und Hans Arp auf den Krieg und seiner Mechanisierung durch Schnellfeuergewehren und Gasbomben, endet der bewegende Abend.

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