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Katastrophenfall: Bald warnt Landkreis per Smartphone

Landkreis Gifhorn Katastrophenfall: Bald warnt Landkreis per Smartphone

Gifhorn. Beim Amoklauf in München wurde die Bevölkerung über die App Katwarn aufgerufen, zuhause zu bleiben und öffentliche Plätze zu meiden. Der Landkreis Gifhorn will 2017 so eine App für Smartphones einführen. Zeitnah informieren könnte der Landkreis laut Landrat Dr. Andreas Ebel zum Beispiel über Großbrände, Gefahrgutunfälle oder Hochwasser.

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Katwarn: So sieht die App auf dem Handy aus.

Quelle: Rolf Vennenbernd

„Darüber hinaus ist es denkbar, diese bei Amoklagen zu nutzen“, schilderte der Landrat. Eine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Wetterdienst sei angedacht, um vor Unwettern zu warnen. „Auch Mitteilungen über Schulausfälle sind geplant.“

„Es stehen mehrere Warnsysteme zur Auswahl“, so Ebel. „Die Entscheidung für einen Anbieter wird, vorbehaltlich der Bereitstellung von Haushaltsmitteln, in 2017 getroffen.“

Fest steht: Es soll für die Bürger kostenlos sein. „Neben der Eingabe fester Bereiche, in denen der Nutzer über Ereignisse gewarnt werden möchte - zum Beispiel Wohnort - soll es auch möglich sein, über Geschehnisse an seinem aktuellen Standort informiert zu werden.“ Auch in anderen Gebieten außerhalb des Kreises, die mit dem jeweiligen System arbeiten.

„Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten und bietet viele Vorteile“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. „Da wächst eine Generation nach, die sich ausschließlich über Smartphone oder iPad informiert. Man muss mit der Zeit gehen.“

Dennoch setzt Ebel auch auf Althergebrachtes. Warnungen sollen auch jene erreichen, die keine App nutzen oder keinen Handyempfang haben. Für sie „soll als Ergänzung das vorhandene Sirenennetz genutzt und der Warnton ,Bevölkerungswarnung‘ wieder eingeführt werden.“ Das ist ein Heulton, der eine Minute lang auf und ab schwillt und früher als Luftalarm bekannt war.

rtm

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