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Kartoffelbauern befürchten hohe Verluste

Dauernässe im Kreis Gifhorn Kartoffelbauern befürchten hohe Verluste

Das dauernasse Wetter seit dem Sommer bereitet den Landwirten im Kreis Gifhorn weiter Probleme: Nach den großen Ausfällen beim Getreide befürchten sie jetzt auch erhebliche Verluste bei der Kartoffelernte. Wenn die Knollen überhaupt von den verschlammten Äckern gerodet werden, sind sei einfach zu nass.

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Kartoffeläcker unter Wasser: Das Hochwasser im Sommer und die seitdem andauernden Niederschläge machen den Landwirten das Leben schwer.

Quelle: Sebastian Preuß Archiv

Kreis Gifhorn. Seit mehr als 30 Jahren ist Hartwig Müller Kartoffelbauer in Zahrenholz, aber so eine Saison hat er noch nicht erlebt. Eigentlich schließt er die Ernte Mitte Oktober ab. „Das wird in diesem Jahr auf keinen Fall möglich sein.“ Ein Drittel der Kartoffeln sei noch auf den Äckern, etwa 75 bis 80 Hektar. Von denen schreibt er jetzt schon 15 Hektar ab: „Die werden nicht mehr zu roden sein“, sagt Müller. Wie sollen die völlig durchnässten Böden jetzt, Mitte Oktober, noch trocken werden? „Man braucht einen langen Zeitraum ohne Regen.“ Doch die Tage würden immer kürzer und kälter.

Und die bereits geernteten Kartoffeln? Einen Teil habe er bereits an Stärkefabriken, Lorenz und Emslandfood verkauft. Doch etwa 80 Prozent seiner Kartoffeln würden gelagert. Dazu müssen sie trocken sein. „Das ist praktisch nicht hinzukriegen“, befürchtet Müller Verluste.

„Die Bauern gehen auf dem Zahnfleisch“, sagt Klaus-Dieter Böse vom Kreislandvolk. Selbst von den bereits eingefahrenen Knollen „werden einige nicht mehr auf den Markt kommen“. Die anderen „stehen noch im Wasser und können nicht geerntet werden“. Die Kartoffelpreise – zehn Euro pro 100 Kilogramm – seien „nicht berauschend“.

Der Verbraucher werde keine Verknappung zu spüren bekommen, sagt Böse. Viele Anbaugebiete in Deutschland hätten keine solchen Hochwasserprobleme wie die Heideregion.

Von Dirk Reitmeister

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