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Kaninchenpest bereitet Züchtern große Sorgen

Kreis Gifhorn Kaninchenpest bereitet Züchtern große Sorgen

Schwere Zeiten für Kaninchenzüchter im Landkreis: Seit Wochen geht die tödliche Viruskrankheit Myxomatose um. Einige Züchter haben ausgerechnet ihre wertvollsten Tiere an der so genannten Kaninchenpest verloren.

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Tödliche Virus-Krankheit bei Wild- und Zuchtkaninchen: Die Myxomatose hat einigen Züchtern im Kreis Gifhorn schon die Bestände dezimiert.

„Da habe ich fast Tränen in den Augen gehabt. Es war schrecklich.“ Was Ulrich Lappan aus Rötgesbüttel mitgemacht hat, steckt kein Züchter so schnell weg. 37 Kaninchen musste er einschläfern lassen. Damit war fast die Hälfte seines Bestandes betroffen.

Als die ersten Tiere die Symptome – eine Art Schnupfen und geschwollene Augen – anzeigten, baute der Rötgesbütteler noch schnell Fliegengitter an die Ställe. „Da war es aber schon zu spät.“ Er hat den Verdacht, dass Mücken die Viren von Wildkaninchen auf seine Zuchttiere übertragen haben. Mückenstiche sind auch laut Ernst Wehmann, dem Vorsitzenden des Kaninchenzuchtvereins F38 die klassische Übertragungsart. „Die Wildkaninchen erwischt es als erste.“

Mücken stechen erst sie und dann die Tiere im Stall – schon sei der Virus verbreitet. „Wir haben leider keine Möglichkeit, den Kaninchen zu helfen“, sagt Tierarzt Martin Stiefel-Meinicke aus Gifhorn. In den vergangenen Jahren sei es ruhig gewesen, doch nun habe die Kaninchenpest wieder zugeschlagen und greife um sich. „Selbst die Kaninchen, die nur drinnen gehalten werden, sind gefährdet.“

Stiefel-Meinicke rät dringend zur Impfung, der einzigen Schutzmöglichkeit. Der Stoff wirke aber nur für vier Monate, warnt Wehmann davor, Nachimpfungen zu versäumen. Was laut Lappan auch wichtig ist: Erkrankte Tiere müssten sofort getötet werden – so schwer es auch falle.

rtm

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