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Gifhorn Stadt Jugendarbeit soll an der IGS bleiben
Gifhorn Gifhorn Stadt Jugendarbeit soll an der IGS bleiben
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16:00 04.12.2012
Idealer Standort? Die Sassenburger Jugendförderung möchte ihre Präsenz an der IGS deutlich verstärken. Mancher Politiker hat dabei Bauchschmerzen. Quelle: Ron Niebuhr
Sassenburg

Ein wegweisendes Konzept hat die Jugendförderung der Gemeinde Sassenburg bereits vor vier Jahren ausgetüftelt: die Jugendarbeit dorthin tragen, wo die Jugendlichen wirklich sind - an die Schulen. Das viel beachtete Sassenburger Modell hat kreisweit zahlreiche Nachahmer gefunden. Doch jetzt möchte mancher Politiker das Konzept am liebsten verwerfen!

Jugendpflegerin Claudia Biallas sieht die Präsenz im Schulzentrum als wesentlichen Baustein des Erfolgs. Ihr Team möchte die Angebote vor Ort ausbauen. Die Vorteile seien vielfältig für Schulträger, Schule, Jugendförderung - und nicht zuletzt für die Jugendlichen selbst. „Der Standort ist als Jugendzentrum ideal“, sagte Biallas. Jörg Heuer (SPD) meinte, dsas man „die knappen personellen Ressourcen“ der Sassenburger Jugendförderung für Kinder aus dem ganzen Landkreis einsetzt. „Die IGS-Schüler kommen ja nur zu einem Bruchteil aus unserer Gemeinde“, so Heuer. „Die Schule haben wir an den Landkreis verkauft. Es ist nicht unsere Aufgabe, dort Schulsozialarbeit zu leisten.“ Das Kerngeschäft der Jugendförderung seien die Jugendcafés, „nicht Trainingsräume für Kinder aus Schwülper“, sagte Heuer.

Fachbereichsleiter Dirk Behrens erwiderte, dass das Sassenburger Modell kreisweit umgesetzt werden soll. Dann würden alle Kinder - auch die Sassenburger - dort betreut, wo sie zur Schule gehen. Über finanzielle Unterstützung könne man mit dem Landkreis verhandeln, Räume wie Küche, Mensa und Büros darf die Gemeinde im Schulzentrum schon jetzt kostenlos nutzen. Und Biallas ergänzte: Sich aus der Schule zurückzuziehen, sei pädagogisch gleichzusetzen mit „der Rückkehr ins Mittelalter.“

rn