Menü
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung| Ihre Zeitung aus Wolfsburg
Anmelden
Gifhorn Stadt Jetzt haben Gifhorns Sozialdemokraten die Wahl
Gifhorn Gifhorn Stadt Jetzt haben Gifhorns Sozialdemokraten die Wahl
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 11.02.2018
Viele Neueintritte bei der SPD im Kreis Gifhorn: Doch wie werden die neuen und bisherigen Mitglieder zur Frage nach der Großen Koalition entscheiden? Quelle: Archiv
Anzeige
Kreis Gifhorn

Der SPD-Unterbezirk Gifhorn erlebt einen wahren Eintritts-Boom. Seit Januar gibt es 50 neue Genossen mehr, die vor der Frage GroKo oder NoGroKo stehen.

„Das ist ein unglaublich hoher Wert“, freut sich Unterbezirks-Vorsitzender Jan Schwarz. Es seien so viele wie sonst im ganzen Jahr nicht. Allein der Ortsverein Gifhorn habe innerhalb von zwei Wochen ein Dutzend neue Mitglieder bekommen, so Chef Albrecht Düsel. „Es sind auch einige ehemalige wieder zurück gekommen.“

Laut Düsel seien junge und ältere Menschen dazu gestoßen. Er habe den Eindruck, dass sich Befürworter und Gegner einer Neuauflage der Großen Koalition die Waage hielten, sagt Schwarz. Ihm zufolge spielt für Eintretende wohl auch eine Rolle, dass der Prozess der Regierungsbildung ihnen zeige, „dass sie bei uns mitdiskutieren können und eingebunden werden.“

Wie werden sie entschieden haben, wenn ihre ausgefüllten Wahlbögen spätestens am 2. März in der Poststelle des Willy-Brandt-Hauses gelandet sind? Bei prominenten Sozialdemokraten aus dem Kreis hat eine AZ-Umfrage ein durchwachsenes Bild erbracht.

„Es geht um eine Gesamtverantwortung“, sagt die ehemalige Landrätin Marion Lau. Sie ist für die Große Koalition. „Wer Verantwortung zeigen will, muss für die GroKo stimmen.“ Politik bestehe immer aus Kompromissen. „Mit dem Kopf durch die Wand kommt man nicht weit.“

Das sieht Landtagsabgeordneter Tobias Heilmann ähnlich. „Aufgrund der Themen entscheide ich mich für die GroKo.“ Was die SPD ausgehandelt habe, könne sich sehen lassen.

Das sagt auch sein Kollege Philipp Raulfs: „Das Verhandlungsergebnis von CDU und SPD bewerte ich in Anbetracht dessen, dass wir bei der Bundestagswahl nur ein Ergebnis von knapp über 20 Prozent erhalten haben, als positiv.“

Für Jan Schwarz ist nun wichtig, dass diese Ziele auch in der Regierungsarbeit umgesetzt werden. Die Große Koalition ist für ihn „zurzeit die verantwortungsvollste Möglichkeit“. Neuwahlen oder eine Minderheitsregierung wären keine gute Lösungen.

Noch nicht entschieden hat sich Ulrich Stenzel, Chef der Fraktion im Rat der Stadt Gifhorn. „Wir werden das Thema im Ortsverein noch diskutieren.“ Das will er abwarten. Ebenso Albrecht Düsel. Beide hadern mit dem scheidenden Bundesvorsitzenden Martin Schulz. „Für mich gilt immer noch: ein Mann, ein Wort“, kritisiert Düsel, dass Schulz gleich zwei Zusagen gebrochen habe. Auch Raulfs sieht den Wechsel des Noch-Vorsitzenden ins Kabinett eher kritisch.

Von Dirk Reitmeister

In Neubokel sollen neue Baugrundstücke ausgewiesen werden, um den Bedarf zu decken (AZ berichtete). Darüber herrschte am Mittwochabend Einigkeit im Ortsrat. Unterschiedliche Auffassungen gab es zwischen SPD und ULG einerseits und CDU andererseits offenbar darüber, wie dieses Ziel erreicht werden soll.

08.02.2018

Einen schier unglaublichen Streifzug durch Gifhorn machten zwei betrunkene und berauschte Männer (22 und 19) in der Nacht zu Donnerstag. Sie legten an mehreren Stellen im Stadtgebiet Feuer. Autos und Container brannten.

08.02.2018

Hochwasser nagen an Böschungen, Orkane kippen Bäume ins Wasser: Der Aller-Ohre-Verband in Gifhorn stellt sich verstärkt auf Unwetter-Ereignisse ein.

10.02.2018
Anzeige