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Gifhorn Stadt Lebensbedrohliche Attacke: Unklare Lage vor Gericht
Gifhorn Gifhorn Stadt Lebensbedrohliche Attacke: Unklare Lage vor Gericht
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20:00 12.04.2019
Landgericht Hildesheim: In Handschellen erschien der 23-Jährige. Quelle: BETTINA REESE
Isenbüttel

Die Gifhorner wollten am 16. Juni 2018 in Wolfsburg zusammen den Abend verbringen. Laut Anklage hatte man sich auf einem Supermarkt-Parkplatz in Isenbüttel verabredet. Anders als vereinbart kam der Angeklagte mit zwei Männern zum Treffpunkt. Der 30-Jährige stieg zu ihnen in einen schwarzen Mercedes. Statt in Wolfsburg landete er auf einem Parkplatz in einem Gewerbegebiet. Dort wurde er von den drei Männern brutal geschlagen, aus dem Auto gezogen und mehrfach gegen den Kopf getreten. „Einer geht noch“, soll der Angeklagte gerufen haben und dem am Boden liegenden 30-Jährigen mit einem Tritt am Kopf verletzt haben. Nach Ansicht eines Rechtsmediziners soll der Abdruck von einem Schuh stammen. „Mit erheblicher Wucht muss hier eingewirkt worden sein“, sagte er als Zeuge aus. Die Verletzungen seien potentiell lebensbedrohlich gewesen.

Verteidiger verlas eine Erklärung

Der Angeklagte äußerste sich vor Gericht nicht selbst. Sein Verteidiger verlas eine Erklärung. Darin gab der 23-Jährige die Schläge und Tritte auf den 30-Jährigen zu. Die Namen seiner Mittäter wollte er jedoch nicht nennen. Als Grund gab er ein fehlgeschlagenes Kokain-Geschäft mit dem 30-Jährigen an. Er habe sich betrogen gefühlt, da beim Probieren der Substanz sich das kokaintypische Taubheitsgefühl am Zahnfleisch nicht eingestellt habe. Vehement bestritt der 30-Jährige ein Drogengeschäft. Der Angeklagte selbst habe ihm Kokain angeboten, das er abgelehnt habe. „Man versucht die Sache komplett umzudrehen“, sagte der 30-Jährige. Aus Angst vor weiterer Eskalation habe er bisher nichts von dem angebotenen Kokain berichtet. Auch ein anderer Zeuge schien verängstigt. Er verweigerte die Aussage.

In Gifhorn fühle er sich nicht mehr sicher

Einen Grund für die Attacke konnte der 30-Jährige nicht nennen. Er mutmaßte religiöse Gründe, da er Jeside sei. Der 30-Jährige leide noch immer unter der Attacke. In Gifhorn fühle er sich nicht mehr sicher. Bereits zwei Tage nach der Attacke kam über Freunde des Angeklagten das Angebot „die Sache unter uns zu klären“. Da hatte der 30-Jährige bereits die Polizei informiert. Am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt.

Von Bettina Reese

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