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Gifhorn Stadt Freiheitsglocke und Friedensgebet
Gifhorn Gifhorn Stadt Freiheitsglocke und Friedensgebet
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14:00 22.09.2018
Eine mächtige Stimme für den Frieden: Jamy Rahn und Hanna Järke eröffneten das Geläut der Freiheitsglocke zum Internationalen Tag des Friedens. Quelle: Sebastian Preuß
Gifhorn

„Es ist gut, ab und zu daran zu erinnern, dass der Frieden nicht selbstverständlich ist“, sagte Jamy Rahn. „Das ist eine wichtige Veranstaltung“, fand auch Hanna Järke. Die beiden Vertreter vom Schulvorstand des Otto-Hahn-Gymnasiums brachten am Internationalen Tag des Friedens als erste die Europäische Freiheitsglocke am Glockenpalast zum Klingen.

Eine Viertel Stunde Geläut

Anschließend lud Horst Wrobel, Inhaber des Glockenpalastes, alle Anwesenden ein, die Glocke – eine der größten in Deutschland – zu schlagen. „Wir werden uns abwechseln, denn wir möchten eine Viertel Stunde läuten“, sagte Wilfried Gburek vom Glockenpalast.

Gäste des Vereins Druschba, der sich für Frieden und Völkerverständigung einsetzt, waren aus Leipzig, Berlin und München angereist, um sich über die Arbeit im Glockenpalast zu informieren, und freuten sich, den Internationalen Tag des Friedens gemeinsam mit den Gifhornern an der Freiheitsglocke zu begehen.

Kleine Glöckchen mitgebracht

Auch die beiden Landtagsabgeordneten Philipp Raulfs und Tobias Heilmann sowie Bürgermeister Matthias Nerlich und Vertreter des Rats waren der Einladung Horst Wrobels gefolgt. Etliche der Teilnehmer hatten kleine Glöckchen mitgebracht, um das Geläut zu eröffnen.

„Auf politischer Ebene wird dieser Tag leider nicht begangen“, hatte Gburek erfahren und freute sich umso mehr über eine Antwort von Ministerpräsident Stephan Weil auf die Einladung zum Friedensläuten: „Er bedauert, nicht dabei sein zu können, und wünscht der Veranstaltung einen guten Verlauf.“

Zur Erinnerung

Zum Internationalen Tag des Friedens läuteten europaweit um 18 Uhr Glocken, um an den Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges vor 400 Jahren, das Ende des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und die Reichspogromnacht vor 80 Jahren zu erinnern.

Auch die Glocken von St. Nicolai stimmten in das Geläut mit ein. Auf dem Marktplatz hatte zuvor ein interreligiöses Gebet für den Frieden stattgefunden.

Dazu hatten von christlicher Seite die Lutheraner und die Katholiken, von islamischer Seite die Ditib-Moscheegemeinde und von jüdischer Seite die liberale Gemeinde Wolfsburg aus Anlass des Internationalen Tag des Friedens eingeladen.

Zitat aus der Ringparabel

David Baban eröffnete die Andacht mit dem Ungarischen Tanz Nr. 5 von Brahms auf der Violine. Bürgermeister Matthias Nerlich stellte fest: „Dieser junge Mann ist ein echter Gewinn für unsere Stadt“, und zitierte die berühmte Ringparabel aus „Nathan der Weise“ von Lessing, die zu Toleranz und Offenheit aller Religionen untereinander aufruft.

Superintendentin Sylvia Pfannschmidt begrüßte Gemeindereferentin Beate Schulz von St. Altfrid, Dimitri Tukuser als Vorstandsvorsitzenden der jüdischen Gemeinde, Imam Hassan Al und Gemeindevorsteher Yurtsever Rayman. „Glocken haben Kriege eingeläutet, sie wurden zu Waffen geschmolzen – heute wollen sie uns wach rütteln, uns für den Frieden einzusetzen“, sagte sie – dem Gebet folgte ein Glockengeläut.

Bitte und Dank

Nacheinander sprachen die Vertreter der drei Religionen Fürbitten und Dank, luden dazu ein, das Wohl aller wichtiger zu achten als egoistische Ziele, und beendeten die Andacht mit dem Gebet der Vereinten Nationen. Da heißt es: „Doch vor allem gewähre uns Brüderlichkeit – eine Brüderlichkeit nicht der Worte, sondern der Handlungen und Taten.“

Von Christina Rudert

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