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Integration von Flüchtlingen: Appell an Firmen

Betriebe können bei Sprachkursen helfen Integration von Flüchtlingen: Appell an Firmen

Sprache ist für die Integration von Zuwanderern genauso wichtig wie die Einbindung ins Arbeitsleben - und beide Bausteine können Hand in Hand gehen. Das verdeutlichte Gerald Witt, Leiter der Agentur für Arbeit Helmstedt, vor rund 30 Gästen mit dem Vortrag: „Arbeitsmarktzugang für Flüchtlinge und Asylbewerber“.

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Vortrag bei der Wirtschaftsvereinigung: Gerald Witt sprach über Möglichkeiten, Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Quelle: Lea Rebuschat

Gifhorn. Allein im Landkreis Gifhorn zählt die Arbeitsagentur derzeit 329 Menschen, deren Asylanträge abgelehnt oder noch nicht bearbeitet wurden, die sich aber freiwillig als Arbeitsuchende gemeldet haben. Hinzu kommen 303 anerkannte Asylanten, die in Stellen vermittelt werden sollen.

„Die Bereitschaft der Betriebe ist zwar groß - aber fast immer mit dem Hinweis ‚Deutsch müssen sie schon können‘ verbunden“, wies Witt auf ein grundsätzliches Problem hin. Deshalb sollte auch die Zeit in den Betrieben genutzt werden, um Sprachkenntnisse zu vermitteln. In der Praxis könne das so aussehen: Tagsüber gehen Flüchtlinge und Asylbewerber einer einfachen Helfertätigkeit nach, nach Feierabend besuchen sie Sprachkurse und in der Mittagspause unterhalten sie sich mit dem Meister über tagesaktuelle Themen.

Integration ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe - „und deshalb sind wir auch auf die Unterstützung der Wirtschaft angewiesen“, ermunterte Witt die Unternehmer mit einer Reihe von Positivbeispielen. Als Vorbild nannte er etwa ein Bauunternehmen aus Helmstedt, in dem Asylbewerber und Flüchtlinge 14 Tage hospitieren, um im Anschluss ein dreimonatiges Praktikum zu absolvieren. „An dessen Ende steht fest, ob diese Menschen für eine Tätigkeit in dem Betrieb in Frage kommen“, so Witt. Falls ja, folgt eine einjährige Einstiegsqualifizierung, während der die Agentur für Arbeit die Lohnkosten zahlt. „Und wer sich bewährt, bekommt im Anschluss einen Ausbildungsvertrag.“

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