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Inklusion für Regierung, Karneval für Teheran

Gifhorn Inklusion für Regierung, Karneval für Teheran

Gifhorn. Für eine ausverkaufte Okerhalle sorgte am Donnerstagabend der nicht zuletzt aus dem Fernsehen bekannte Christian Ehring in Groß Schwülper in der Kabarettreihe „Heiße Kartoffeln“.

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Alltag in der Matrix: TV-Kabarett-Star Christian Ehring überzeugte in der Reihe „Heiße Kartoffeln“ am Donnerstagabend in Groß Schwülper.

Quelle: Photowerk (sp)

Als gefeuerter Nachrichtensprecher Elmar Stelzwedel stellt Ehring gleich zu Beginn seines Programms „Anchorman - ein Nachrichtensprecher sieht rot“ fest: Die Welt ist nicht gut. Und was die Welt alles ausmacht, reicht von Politik über Gesellschaft bis in die kleinsten Unwägbarkeiten des Alltags - das Privatleben, das ihn letztlich gegenüber einer verständnislosen Chefin zu Fall bringt. In einer Mischung aus Komödie, Theater und politisch aktuellem Kabarett versteht Ehring es, sein Publikum glänzend zu unterhalten.

Die Themen sind nichts Neues: die Koalitionsregierung noch immer eine Mischung aus Regierung und Inklusion, die Bundeswehr hadert mit funktionsunfähigen Säbeln und Steinschleudern, die Maut-Diskussion ähnelt einem Kindergeburtstag. Über allem schweben fragwürdige Religionen, die sich vor allem „unten herum“ konzentrierten. Dabei wäre die urdeutsche Lösung so einfach: „Wir gründen in Teheran ‘nen Karnevalsverein.“ Inmitten rheinisch gemütlicher Gelassenheit wäre der Weltfrieden gesichert.

Gekonnt und fast übergangslos gelangt Ehring von einem Thema zum anderen, mit Hilfe des Psychiaters, der Träume über Osama Bin Laden analysieren will, oder dem Bedürfnis, die gescheiterte Beziehung zu retten: „Moni, komm zurück!“

Der Wiedererkennungswert beim Publikum ist groß, und einzig mit Humor lassen sich die alltäglichen Absurditäten von Namensgebung bis zu Islamistenkriegen noch ertragen. Ohnehin sei alles nur Illusion, denn wir leben in einer Matrix. Stürmischer Beifall dankte für einen kurzweiligen Abend.

sdo

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