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Gifhorn Stadt In Oker neu entdeckt: Ein Fisch namens Nase
Gifhorn Gifhorn Stadt In Oker neu entdeckt: Ein Fisch namens Nase
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18:00 29.04.2014
Zwei Nasen: Die fast ausgestorbenen Fische entdeckte Martin Geuke in der Oker. Quelle: eingereicht
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Martin Geuke, Leiter der am Meinerser Fischpass angelegten Kontrollstation der Aller-Oker-Lachs-Gemeinschaft (AOLG), konnte gleich zwei Exemplare fangen, fotografieren und wieder in die Oker entlassen.

„Die Nase wird in Niedersachsen als stark gefährdeter Fisch geführt“, weiß AOLG-Sprecher Hans-Jürgen Sauer. Durch die Verschmutzung der Flüsse und den Bau von Wehren sei bei dieser Fischart deutschlandweit ein starker Bestandsrückgang zu verzeichnen. Umso erfreulicher sei es da, dass Martin Geuke gleich zwei Exemplare der Nase entdecken konnte. „Damit setzt sich die positive Fischarten-Entwicklung in der Oker fort“, so Sauer.

Im Zuge einer Fischbestandsaufnahme des Niedersächsischen Landesverwaltungsamtes seien 1978/79 in der Oker 20 Arten erfasst worden. „Heute schwimmen wieder 33 Fischarten im Okerwasser“, nennt Sauer Erfolge. Maßgeblich hätten zu dieser erfreulichen Entwicklung die bessere Reinigung der Abwässer und ebenso der Bau von Fischaufstiegsanlagen an den Wander-Hindernissen beigetragen. Besonders erwähnenswert sei da die Meinerser Fischtreppe. Angelegt mit einem Kiesbett, biete sie natürlichen Lebensraum, so dass Sauer zufolge bereits Forellen darin laichen.

Welche Fischarten sich außerdem in Oker und Fischpass tummeln, wird sich demnächst zeigen. Dann ist wieder große Bestandsaufnahme geplant. Tauchten Sauer zufolge dabei im Vorjahr seltene Barben wieder auf, schwimmen in diesem Jahr vielleicht weitere Fische namens Nase zum Messen und Wiegen in die Kescher.

hik

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