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In Gifhorn geschnappt: Falsche Polizisten vor Gericht

Rentner um Erspartes gebracht In Gifhorn geschnappt: Falsche Polizisten vor Gericht

Echte Polizisten fragen nicht nach einem Geldversteck und holen auch kein Geld ab – Betrüger schon. Als falsche Polizisten getarnt sollen zwei Männer (34 und 28 Jahre) mehrere betagte Damen um ihr Erspartes gebracht haben. In Gifhorn klickten die Handschellen. Wegen Betrugs müssen sie sich vor dem Landgericht verantworten.

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Prozessauftakt: Zwei Männer sollen Senioren mit einer miesen Masche ums Ersparte gebracht haben.
 

Quelle: Bettina Reese

Hildesheim/Gifhorn.  Aufgeflogen sind die Männer durch eine Mitarbeiterin der Sparkasse in Gifhorn. Ihr kam es komisch vor, dass eine 87-jährige Kundin 10.000 Euro abheben wollte. Sie alarmierte die Polizei. Von der Seniorin erfuhren die wahren Beamten, dass ihr angeblicher Kollege „Mathias Grün“ die Seniorin vor einer Bande gewarnt hatte.

Der Herr bot der Seniorin an, ihr Geld in Sicherheit zu bringen. Sie sollte es von der Bank holen und in ihrer Zeitungsröhre vor dem Haus deponieren. Zum Schein tat sie dies auch. Die echten Beamten erwischten den 28-Jährigen. Sein Komplize (34) versuchte mit dem Auto zu flüchten, wurde aber gestellt.

Der Staatsanwalt wirft den Männern vor, gewerbsmäßig gehandelt zu haben. Mit dieser Betrugsmasche sollen sie ihren Lebensunterhalt verdient haben. Insgesamt sind sechs Fälle angeklagt, bei denen die Männer nach gleichem Muster vorgegangen sind: Sie gaben sich am Telefon als Polizisten oder Staatsanwälte aus. Die gutgläubigen Senioren deponierten ihr Erspartes vor dem Haus. Das Geld war dann weg.

Die Angeklagten sollen in Laatzen 23.630 Euro, in zwei Fällen aus Bad Münder 11.800 Euro und 12.000 Euro und in Sarstedt 10.000 Euro erbeutet haben. In Hannover schlug ein Versuch fehl, da auch hier eine Bank-Mitarbeiterin Alarm geschlagen hatte. Aus Angst vor Entdeckung sollen die Männer das Geld nicht abgeholt haben. Der Prozess wird am 11. Januar fortgesetzt.

Von Bettina Reese

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