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Gifhorn Stadt Immer mehr Wildunfälle im Landkreis
Gifhorn Gifhorn Stadt Immer mehr Wildunfälle im Landkreis
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00:28 20.04.2018
Hier lauert große Gefahr: Zwischen Vollbüttel und Leiferde passieren viele Wildunfälle. Quelle: Cagla Canidar
Landkreis Gifhorn

Ein wichtiges Projekt, denn die Zahl der Wildunfälle nimmt zu. Auch die „Hitliste“ der besonders gefährlichen Wildunfall-Straßen wird immer länger.

Winfried Enderle, Analyse- und Verkehrsexperte der Polizeiinspektion Gifhorn, sieht dringenden Handlungsbedarf. 1170 Wildunfälle gab’s 2015, 1360 waren es nur ein Jahr später, 1395 dann 2017. In den ersten drei Monaten des Jahres gab es bereits 266 Verkehrsunfälle mit Wildbeteiligung. „Allerdings hatten wir im Vergleichszeitraum des Vorjahres 298“, rechnet Enderle nach. Ob dieser zehnprozentige Rückgang auf bereits angebrachte Warnreflektoren zurückzuführen ist, weiß der Hauptkommissar nicht. „Dafür ist das Projekt zu jung – da müssen wir noch genau hinschauen “, so Enderle.

8000 Euro stellt der Kreis für 2018 bereit, um das Anbringen der Warnreflektoren an Leitpfählen zu unterstützen. „Bisher haben die Jäger das Projekt aus eigener Tasche finanziert – nun gibt’s drei Euro Zuschuss pro Reflektor“, sagt Ernst-Dieter Meinecke, Vorsitzender der Jägerschaft Gifhorn. An Hand der Basisdaten soll weiterhin verfolgt werden, wo Rehe besonders häufig Unfälle verursachen. „Wir werden auch schauen, welche Strecken bereits über die blauen Reflektoren verfügen“, so Meinecke.

Thomas Reuter, Sprecher der Kreisjägerschaft, ist vom Nutzen der Reflektoren überzeugt. Zusammen mit anderen „Pockenjägern“ hat Reuter bereits vor mehr als zwei Jahren die K114 sicherer gemacht. „Zwischen Dragen-Kreuzung und Wolfsburger Straße haben wir blaue Reflektoren angebracht – die Wildunfallzahlen sind gefühlt gesunken“, sagt Reuter.

Wildunfälle: Hier kracht es besonders oft

Winfried Enderle, Verkehrsexperte der Guifhorner Polizei, führt seit Jahren über so genannte Wildunfallstrecken im Kreisgebiet Buch. Die „Hitliste“ der Häufungsstellen ist inzwischen lang. „71 Streckenabschnitte dieser Art gibt es“, erklärt er.

Mit 21 Wildunfällen sei ein nur 1550 Meter langer Abschnitt auf der L 320 zwischen Leiferde und Vollbüttel für Autofahrer besonders gefährlich. Ebenfalls vorn mit dabei: ein 3700 Meter langen Abschnitt zwischen Knesebeck und Transvaal, auf dem sich im vergangenen Jahr 38 Wildunfälle ereignet haben.

Von Uwe Stadtlich

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