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Immer mehr Obdachlose im Landkreis Gifhorn

Hohe Dunkelziffer Immer mehr Obdachlose im Landkreis Gifhorn

Sind immer mehr Menschen im Kreis Gifhorn von Obdachlosigkeit betroffen? Die Zahl der Besucher im Tagestreff MoinMoin in Gifhorn steigt jedenfalls seit Jahren stetig an.

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Wichtige Anlaufstelle: Immer mehr Menschen suchen den Tagestreff Moin Moin auf.

Quelle: Cagla Canidar (Archiv)

Landkreis Gifhorn. 2010 verzeichnete die Diakonie Kästorf im Tagestreff 13.640 so genannte Zuläufe an 364 Tagen. 2013 waren es schon 15.763. Im vorigen Jahr wurde die 20.000-er Marke geknackt, so Sandra Brünger, Regionalleiterin der Diakonischen Gesellschaft Wohnen und Beraten. Es waren 20.325 Zuläufe.

Nicht nur von „klassischen“ Obdachlosen, sagt Brünger. „Man kann dort essen, Karten spielen, Wäsche waschen und duschen.“ Und das, ohne einem Sozialarbeiter sein Leben offen legen zu müssen. Deshalb nutzten MoinMoin auch viele Arme, die eine Wohnung haben.

Auf den Betroffenen genau kann auch die Diakonie die Zahl der Obdachlosen nicht beziffern. Ein Parameter ist das Thema Meldeadresse: „Aktuell sind es 52 Menschen oder Familien, die bei uns ihre Meldeadresse haben“, sagt Diakonie-Sprecherin Ingetraut Steffenhagen.

Laut Brünger schwankt diese Zahl zwischen rund 40 und mehr als 60. Anfang November seien es noch 42 gewesen, ein Zeichen dafür, dass zum Winter hin wieder mehr Menschen das Angebot in Anspruch nehmen. „Wo sollen sie sich auch aufhalten, wo sollen sie sich wärmen?“

„Die Dunkelziffer liegt deutlich höher“, ist Brünger überzeugt. „Es gibt im Landkreis keine zentrale Stelle, die das erfasst.“ Verdeckte Obdachlosigkeit: „Das sind häufig junge Frauen, junge Männer, die bei Bekannten unterkommen.“

Sie lebten von Bettelei, Gelegenheitsjobs oder Tätigkeiten am Rande der Legalität. Auch wie viele Menschen draußen übernachten, kann Brünger nur schwer schätzen. Es gebe zwar Obdachlosen-Wohnheime auch von Kommunen, aber nicht jeder Betroffene wolle dort unterkommen - aus unterschiedlichen Gründen.

rtm

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