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Immer mehr Jugendliche tappen in die Schuldenfalle Handy

Gifhorn Immer mehr Jugendliche tappen in die Schuldenfalle Handy

Gifhorn. Ein Leben ohne Handy ist für viele Jugendliche im Kreis Gifhorn unvorstellbar. Wenn Azubi-Gehalt und Taschengeld für das Internet-Surfen und den Quasselspaß nicht mehr ausreichen, schnappt schnell die Schuldenfalle zu. „Die Zahl der Betroffenen steigt kontinuierlich“, sagt Karin Schofer von der Awo-Schuldnerberatung.

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Vorsicht ist geboten: Der allzu unbesorgte Umgang mit Handy und Internet kommt immer mehr Jugendliche im Landkreis teuer zu stehen.

Quelle: Archiv

Verschiedene Mobilfunk-Anbieter und viele Verträge: Über das Handy erfolge bei Jugendlichen nach wie vor der Einstieg in die Schuldenkarriere. „Hinzu kommt, dass junge Menschen im Internet mit persönlichen Daten viel zu leichtsinnig und blauäugig umgehen“, warnt Schofer.

Die Verlockung, bei Internet-Versandhäusern zu bestellen, sei ebenfalls riesengroß. „Wenn die Betroffenen im Alter von Mitte 20 zu uns kommen, ist das Kind schon längst in den Brunnen gefallen“, so die Diplom-Pädagogin. „Früher hatten die verschuldeten Jugendlichen und Heranwachsenden 20 Gläubiger, heute sind es 40 und mehr - Tendenz steigend.“

Mehr als 572 Einzelgespräche und rund 230 langfristige Beratungen gab es 2012. Das Team der Awo-Schuldnerberatung ist für viele immer dann Anlaufstelle, „wenn gar nichts mehr geht“. Schofer und ihre Kolleginnen Marianne Höpken und Marina Zittel wissen, dass das Bestellen im Internet Schuldenberge anhäufen kann. Aber auch die Altersarmut spielt eine immer größere Rolle. Immer mehr Gifhorner „jenseits des Renteneintrittsalters“ müssten die Awo-Hilfe in Anspruch nehmen. Obwohl sie ein Leben lang gearbeitet hätten, reiche das Ruhestandsgeld nicht.

ust

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