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Immer mehr Bedürftige: Tafel versorgt jetzt 2200 Menschen

Gifhorn Immer mehr Bedürftige: Tafel versorgt jetzt 2200 Menschen

Gifhorn. Herkömmliche Unternehmen würden sich über so einen Zuwachs beim Kundenstamm freuen, Edeltraud Sack sieht den Boom bei der Gifhorner Tafel mit gemischten Gefühlen. Denn es geht um arme Menschen. Inzwischen hat die Institution im Gamsener Paulsumpf, die es seit 15 Jahren gibt, die 2000-er Marke geknackt.

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Alle Hände voll zu tun: Die Ehrenamtlichen der Gifhorner Tafel versorgen immer mehr Bedürftige.

Quelle: Archiv

Sack sieht bei den 2200 Bedürftigen einen deutlichen Trend: „Wir haben immer mehr Muslime.“ Deren Anteil betrug früher noch zehn bis 15 Prozent und liege inzwischen bei 35 Prozent. Vor allem Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem arabischen Raum seien dazu gekommen. Das bringt ganz praktische Probleme beim Sortiment mit sich.

„Gemüse und Brot sind gar kein Thema“, sagt Sack. Auch Schweinefleischwaren gebe es dank eines örtlichen Unternehmens in guter Auswahl. Nur bringe das den Muslimen nichts.

Deren Nachfrage nach Geflügelwurst könne die Tafel nicht befriedigen. Diese Ware bleibe bei Supermärkten einfach kaum übrig. Das macht Sack den Unternehmern nicht zum Vorwurf. „Auch die Geschäfte müssen gucken, wie sie über die Runden kommen.“ Ebenfalls zu knapp für die Nachfrage seien Milchprodukte.

Wie kann dieser Mangel im Tafel-Sortiment abgestellt werden? Sack ist da eher ratlos. „Wenn mir jemand eine Lösung nennt, setze ich sie gern um.“ Die steigende Zahl an Kunden hat außerdem noch eine weitere Folge: Vor einem Jahr arbeiteten 40 Freiwillige bei der Tafel mit, inzwischen sind es bereits 44. In einem Bereich sucht Sack aktuell noch händeringend Verstärkung: „Wir brauchen dringend Fahrer.“

rtm

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