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Gifhorn Stadt Im Treppenhaus flogen die Fäuste: Gifhorner verurteilt
Gifhorn Gifhorn Stadt Im Treppenhaus flogen die Fäuste: Gifhorner verurteilt
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09:00 22.11.2016
Ruhestörung mit Folgen: Gericht verurteilt Täter zu drei Monaten Haft auf Bewährung und 2000 Euro Geldstrafe. Quelle: Foto: Archiv
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Gifhorn

„Wir haben hier nie Probleme gehabt. Erst seitdem die Frau da wohnt, gibt es Probleme“, so der Nachbar. In der Wohnung dieser neuen Nachbarin sei es nachts häufig zu Radau gekommen - auch am 23. Februar. Die Frau habe die Polizei gerufen - und als sie annahm, dass die Beamten vor Ort waren, ging sie zu der Wohnung, aus der der Krach kam. Danach sei es zu einem Wortgefecht gekommen. Der 45-Jährige sei seiner Frau gefolgt und dann von dem 30-Jährigen, der in dem Haus zu Gast war, geschlagen worden. Er wurde im Gesicht und an einem Finger verletzt.

Ein Polizeibeamter sagte als Zeuge aus, dass es Blutspuren im Treppenhaus gegeben habe. Eine Nachbarin gab an, dass es während der Schlägerei mehrmals an ihrer Tür geknallt habe.

Der Angeklagte machte in der Verhandlung von seinem Schweigerecht Gebrauch. Sein Anwalt wies immer wieder darauf hin, dass auch der Freund der Wohnungsmieterin als Täter in Frage kommt. Er habe denselben Vornamen wie der Angeklagte und spreche im Gegensatz zu seinem Mandanten nur gebrochen Deutsch. Der Geschädigte und seine Frau hatten angegeben, dass der Schläger mit einem osteuropäischen Akzent gesprochen habe. Doch sowohl der Geschädigte als auch dessen Frau gaben an, den Angeklagten als Täter zu erkennen. Als dann die Wohnungsmieterin aussagte, sie habe gesehen, wie der 30-Jährige und der Nachbar gerangelt hätten, war für den Staatsanwalt und das Gericht der Fall klar. Der 30-Jährige wurde zu drei Monaten Haft auf Bewährung und 2000 Euro Geldstrafe verurteilt. Sein Verteidiger hatte einen Freispruch gefordert.

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