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Gifhorn Stadt Hunderte befreien Landschaft vom Müll
Gifhorn Gifhorn Stadt Hunderte befreien Landschaft vom Müll
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00:27 06.03.2017
Pfadfinder im Umwelteinsatz: Die Royal Rangers räumten bei der Aktion „Sauberer Landkreis“ am Mühlensee auf. Im ganzen Landkreis nahmen Hunderte Freiwillige an der Aktion teil. Quelle: Dirk Reitmeister
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Kreis Gifhorn

Um 9 Uhr schwärmen die Umweltschützer am Gifhorner Schlosssee aus. Die Pfadfinder mit musikalischer Begleitung von CD. Die 20 Mädchen und Jungen im Alter von sieben bis 18 Jahren können es gar nicht erwarten, Müll in ihre Sammeltüten zu stecken. „Weil wir Pfadfinder uns auf die Fahne geschrieben haben, die Natur zu erhalten“, begründet Stammleiter Holger Stiegemeyer, warum seine Royal Rangers mitmachen. Das gehöre auch zur Vermittlung christlicher Werte.

„Die Pfadfinder sind stark vertreten“, freut sich Karl-Heinz Gose von den Gifhorner Anglern, die bei der kreisweiten Aktion „Sauberer Landkreis“ die Federführung in der Stadt Gifhorn haben. Doch nicht nur auf die Royal Rangers kann er zählen. Auch die Feuerwehr zieht mit.

Etwa 80 Mitstreiter versammelt Gose auf dem Kreishaus-Parkplatz um sich, bevor es losgeht. Der ASV macht seit jeher von sich aus Müllsammelaktionen und hat seine nun in die kreisweite Aktion integriert. „Deutlich besser“ schätzt Gose die Teilnahme diesmal ein. Ebenso Jürgen Wagner, Angler und Naturschutzbeauftragter des Landkreises. Entsprechend groß war die Ausbeute nach drei Stunden: Eine Pritsche und ein Anhänger voll mit Müllsäcken, die an Schloss-, Mühlen-, Maikamp- und Waldsee gefüllt wurden. „Hauptmüll sind immer noch Flaschen.“ Es gab aber auch Reste eines Fahrrads und Bauschutt.

Kein Fall für den Container von Remondis auf dem Gelände des Bauhofs war übrigens der Schmuck, den die Sammler an der Flutmulde entdeckt hatten, so Wagner. „Da haben wir die Polizei gerufen.“

Aktion soll jedes Jahr stattfinden

Einen zentralen Tag zum Aufräumen will Landrat Dr. Andreas Ebel im Kreis Gifhorn etablieren. Ihm war aufgefallen, dass es immer weniger Müllsammelaktionen gebe. Auch Naturschutzbeauftragter Jürgen Wagner sieht den Umweltschutzgedanken auf dem Rückzug und hofft auf eine Kehrtwende. Eine offene Landschaft vor Vegetationsphase und Brut- und Setzzeit: So kam in Abstimmung mit Umweltverbänden das erste März-Wochenende als Termin heraus.

Mit dabei: Die Sparkasse spendet pro Tonne gesammelten Müll 100 Euro für einen gemeinnützigen Zweck und Remondis stellte 37 Container. Ebel ist sehr zufrieden mit der Teilnahme: „Es war ein ganz großer Erfolg.“

rtm

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