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Hufkranken Wallach mehrfach als Reitpferd verkauft

NDR-Fernsehbericht empört Tierfreunde im Kreis Gifhorn Hufkranken Wallach mehrfach als Reitpferd verkauft

Tierfreunde sind empört: Einem NDR-Bericht zufolge verkauft ein Pferdehändler aus dem Kreis Gifhorn kranke Tier als Reitpferde weiter. Fachleute raten Käufern, vor dem Kauf das Pferd von einem Tierarzt untersuchen zu lassen.

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Hufkrankes Pferd als Reitpferd verkauft: Tierfreunde aus dem Kreis Gifhorn sind nach einem NDR-Bericht empört über die Methoden eines Pferdehändlers aus dem Kreis Gifhorn.

Quelle: dpa

Gifhorn. Die Masche macht die TV-Sendung „Panorama 3“ am Beispiel des hufkranken Ares deutlich: Dessen Eigentümerin bietet den nicht mehr reitfähigen Wallach für 500 Euro bei Ebay an, ein Bieter, der es angeblich als Gesellschaft für das Pferd seiner Tochter haben will, bekommt den Zuschlag. Wochen später will die Frau das Tier besuchen – die Adresse ist falsch, das Pferd verschwunden.

Der NDR recherchiert, dass Ares für 3000 Euro als Reitpferd weiter verkauft, und weil die Käuferin ihn wegen der Krankheit Tage später reklamierte wieder für 1500 Euro zurück genommen wurde. Der NDR fand eine weitere Käuferin, die Ares sogar für 8000 Euro kaufte. So habe der Händler allein mit Ares 14.000 Euro umgesetzt.

Gabriele Asseburg-Schwalki vom Tierschutzverein Gifhorn und Umgebung ist fassungslos. „Da fehlen einem die Worte.“ Dem Wallach seien Schmerzen zugefügt worden. „Das geht gar nicht“, ärgert sich auch Anke Arndt, Vorsitzende des Kreisverbandes für Pferdezucht und Prüfung, über diese Tierquälerei. Beide mahnen aber auch Käufer zu mehr Umsicht.

„Ich würde mein Tier nicht über Ebay anbieten“, so Asseburg-Schwalki. „Wir machen Vorkontrollen“, erklärt sie, wie der Tierschutzverein Interessenten überprüft. „Bei Katzen machen wir auch Nachkontrollen.“ Arndt rät, ein zu kaufendes Pferd vorher tierärztlich untersuchen zu lassen.

Das empfiehlt auch Friedrich Sievers vom Gestüt Birkenheide in Gifhorn: „Dann fällt man nicht so schnell auf die Nase.“ Darüber hinaus könne man sich bei Verbänden Muster-Kaufverträge besorgen. Und: Wie bei Gebrauchtwagen sollte auch ein niedriger Preis nachdenklich stimmen: Von einem Golf für 1000 Euro sollte man ja auch nicht zu viel erwarten...

Von Dirk Reitmeister

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