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Gifhorn Stadt Holzbalken gehören zu altem Bohlweg
Gifhorn Gifhorn Stadt Holzbalken gehören zu altem Bohlweg
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09:01 05.04.2018
Es ist amtlich: Diese Holzbohlen gehörten zu einem alten Bohlweg. Das erläuterten Ingo Eichfeld und Heinz Gabriel (r.). Quelle: Cagla Canidar
Gifhorn

Und wieder ist die Gifhorner Stadtgeschichte um ein Mosaiksteinchen reicher: Die Holzbohlen, die Heinz Gabriel, ehrenamtlicher Beauftragter für archäologische Denkmalpflege, Anfang Februar bei Bauarbeiten auf dem Grundstück der Liedtkeschen Mühle am Cardenap gefunden hat gehören tatsächlich zu einem alten Bohlweg. Ein Stamm, der exemplarisch wissenschaftlich untersucht wurde, ist im Jahr 1380 gefällt worden.

Damit steht für Gabriel fest, dass dieser Bohlweg eine Verbindung von der alten im Jahr 1519 völlig zerstörten Burg zur Ise hat. Die 4,40 Meter langen Eichenstämme waren halbiert worden. Und: Sie waren über Holznägel mit schmalen Querriegeln versehen, die der Konstruktion Stabilität gaben. „Zeitlich passt dieses Ergebnis zu der alten Burganlage“, so Gabriel, der die Resultate der Analyse gemeinsam mit dem Kreisarchäologen Dr. Ingo Eichfeld vorstellte.

„Interessant ist auch, dass sich der Verlauf dieser Wegführung von der Burganlage in Richtung Ise auf eine Stelle zubewegt, an der sich 1654 eine schmale Holzbrücke befand“, so Gabriel. Diese Brücke ist auf einem Merianstich aus dem Jahr 1654 und auf dem ältesten Gifhorner Stadtplan von 1699 zu sehen. „Sie verlief nördlich der Cardenapmühle über die Ise und wurde als Vieh Thor bezeichnet“, erklärt Heinz Gabriel, der vermutet, dass über diesen Weg das Vieh in die Stadt oder auch hinaus geführt wurde. Bis wann sie benutzt wurde, sei nicht bekannt. „Auf einer Karte aus dem Jahr 1766 ist sie nicht mehr vorhanden.“

Weil der Bohlweg in einer Tiefe von 2,20 Meter gefunden wurde, hat Gabriel eine weitere Vermutung: Er geht davon aus, dass der Bohlweg von 1380 zu einer Furt in der Ise führte, die später durch eine Holzbrücke ersetzt wurde. Die Cardenapbrücke über die Ise in Richtung Lüneburger Straße entstand erst 1909. Bis dahin endete die Cardenapstraße als Sackgasse vor der Mühle. „Der Fund des Bohlwegs ist ein echter Glücksfall gewesen“, so Gabriel. So ergebe sich ein „schönes rundes Bild“.

Von Frank Reddel

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