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Gifhorn Stadt „Hoffentlich bleibt das auch in den Köpfen“
Gifhorn Gifhorn Stadt „Hoffentlich bleibt das auch in den Köpfen“
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16:29 12.12.2017
Ein echtes Highlight für Manuela und Hans Stalinski: Die Wesendorfer freuten sich über das Weihnachtsessen für Bedürftige.  Quelle: Cagla Canidar
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GIfhorn

Zwischen Suppe und Hauptgang schüttet Juan Luis Prada Estrada sein Herz aus. Ohne den Tagestreff Moin Moin wäre er längst verhungert, sagt er, untergekommen sei er „bei Kumpels“. Mit Behörden streite er sich gerade darüber, dass er, gebürtiger Müdener, als „arbeitssuchender EU-Bürger“ gelte und kein Geld bekomme. Das Weihnachtsessen ist für den 53-jährigen Obdachlosen ein echtes Highlight. „Warmes Essen, kommt richtig gut.“

Essen gehen kommt auch für Manuela und Hans Stalinski aus Wesendorf nicht in Frage. „Geht gar nicht.“ Die Hartz-IV-Betroffenen sind über die Gifhorner Tafel auf die Aktion aufmerksam geworden. „Gerade zur Weihnachtszeit ist das schön“, sagt Manuela Stalinski.

„Richtig geil“ findet ein von Hartz-IV-Betroffener Familienvater das Weihnachtsessen. Der Gifhorner hat Frau und vierjährigen Sohn mitgebracht und hofft, dass „die Leute sehen, dass es Menschen gibt, die es Weihnachten schwer haben. Hoffentlich bleibt das auch nach den Feiertagen in den Köpfen.“

Die Idee kam Ralf Richter im Gespräch mit Uwe Bilau vom Tagestreff Moin Moin. In den engeren Kreis traten dann auch Wolfgang Fromme, Ute Szameitat, Tell Roth und Bürgermeister Matthias Nerlich ein. Sie und weitere Mitstreiter aus Politik, Wirtschaft, Kirche und Gesellschaft stellten das Weihnachtsessen, das von Heinrich Doc Wulfes und dem Gifhorner Männerchor musikalisch begleitet wurde, auf die Beine und kellnerten daselbst. Geld- und Sachspenden im Wert von rund 5000 Euro kamen dafür zusammen, so Richter. „Geniale Idee: So was haben wir häufiger gehört“, sagt Bilau.

„Wir wollen auf jeden Fall kommendes Jahr die Veranstaltung wieder machen“, kündigt Richter an. Vielleicht ist dann auch Schauspieler Frank Zander dabei, der solche Aktionen in Berlin macht.

Von Dirk Reitmeister

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