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Hochwasser-Alarm im Kreis Gifhorn

Land unter vor allem in Isenbüttel Hochwasser-Alarm im Kreis Gifhorn

Tief Alfred hat auch im Kreis Gifhorn für ergiebigen Dauerregen und Überflutungen gesorgt. Einsatzschwerpunkt war am Mittwoch die Samtgemeinde Isenbüttel. Feuerwehren aus dem Landkreis unterstützten zudem Helfer in der Katastrophenregion Hildesheim. Die Tangente musste erneut gesperrt werden, was zu Verkehrsbehinderungen führte.

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Hochwasser: Auch im Landkreis Gifhorn stehen viele Straßen unter Wasser.
 

Quelle: Sebastian Preuß

Kreis Gifhorn.  Der Einsatzschwerpunkt liege im Gewerbegebiet Moorstraße, in Allerbüttel, in Allenbüttel sowie in Wettmershagen und in Isenbüttel, so Landrat Dr. Andreas Ebel am Mittwochnachmittag. „Hier sind mit allen acht Ortswehren aus der Samtgemeinde Isenbüttel und einem Zug der Samtgemeinde Papenteich insgesamt 120 Kräfte im Einsatz.“ Auch Isenbüttels Rathaus direkt an der Riede musste gesichert werden.

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Dauerregen und kein Ende: An vielen Orten im Landkreis Gifhorn sind die Pegel von Bächen und Flüssen stark angestiegen. Die Tangente war am Morgen so überflutet, dass sie komplett gesperrt werden musste.

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Darüber hinaus habe Hildesheim einen Hilferuf an den Kreis geschickt und Unterstützung angefordert. „Unter Berücksichtigung der Sicherstellung der eigenen Einsatzbereitschaft im Kreis kommen wir der Stadt Hildesheim gern zur Hilfe“, sagte Ebel. 100 Kräfte der Kreisfeuerwehrbereitschaft Nord fuhren hin.

Obwohl das Regengebiet nach Osten abgezogen sei, könne noch keine Entwarnung gegeben werden, steht für Ebel fest. Da aus dem Harz noch Wasser in die Flüsse nachdrücke, sei mit einem Anstieg der Pegelstände zu rechnen. Ein besonderes Augenmerk liege auf Aller, Oker, Ise und Schunter.

Schwülpers Bürgermeister Uwe-Peter Lestin sieht der Entwicklung gelassen entgegen. „Das Wasser steht jetzt schon randhoch. Das ist aber nichts Ungewöhnliches. Wir haben große Wiesenflächen. Ich rechne nicht damit, dass es hier dramatisch wird.“ Abgesehen von Einzelfällen, die dann für die Betroffenen durchaus schlimm wären.

Die Zeltwiese am Tankumsee war so hoch unter Wasser, dass die Peiner Jugendfeuerwehr ihr Zeltlager kurzerhand abbrach. In Rühen musste die Feuerwehr den Netto-Markt leer pumpen. Auch die Tiefgarage des Neubaus an der Hauptstraße in Meine, in dem das Polizeikommissariat und mehrere Geschäfte untergebracht sind, stand am Morgen unter Wasser. Wegen Überflutungsgefahr musste laut Polizei die Tangente zwischen Gifhorn und Isenbüttel wieder gesperrt werden – was erneut zu den schon von der Baustellen-Umleitung bekannten Staus auf Braunschweiger Straße und L 292 führte.

Die Landwirtschaftskammer hat in Gifhorn allein von Montag bis Mittwoch rund 75 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Der Zehnjahresschnitt beim Juli liege im ganzen Monat bei 89 Litern, sagt Wetter-Fachmann Rüdiger Fricke. Dieser Schnitt sei in den vorigen Jahren stets weit übertroffen worden. Der Juli 2017 hat bislang 145 Liter gebracht, der Juli 2016 112, der Juli 2014 192. Der Hochsommermonat entwickele sich immer mehr zu einem Regenmonat. Einen ähnlich nassen Trend gebe es beim Juni.

Von Dirk Reitmeister

Text wurde aktualisiert

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