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Gifhorn Stadt Neues Geschichtswerk: Zahlt ihm die Stadt 125.000 Euro Honorar?
Gifhorn Gifhorn Stadt Neues Geschichtswerk: Zahlt ihm die Stadt 125.000 Euro Honorar?
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00:28 28.05.2018
Erforschung der Gifhorner Stadtgeschichte: Dr. Manfred Grieger möchte 125.000 Euro Honorar dafür haben. Quelle: Ron Niebuhr (Archiv)
Gifhorn

Das Komplett-Honorar für das Manuskript – es soll abschnittsweise in fünf Jahren entstehen – würde 125.000 Euro betragen. Mit diesem Geschichtsprojekt befasst sich am 29. Mai erstmals der Ausschuss für Jugend, Kultur und Soziales.

„Der Stadt Gifhorn fehlt eine systematische, wissenschaftlich fundierte Stadtgeschichte, insbesondere für die Zeit von 1850 – Beginn der Industrialisierung – bis zur Gegenwart“, geht Bürgermeister Matthias Nerlich in einer Verwaltungsvorlage auf das Projekt ein.

Zahlreiche neue Erkenntnisse

Seit dem Buch von Dr. Ulrich Roshop „Das Werden und Wachsen einer Stadt“ gebe es keine neuere Gifhorner Stadtgeschichte. Das 1982 erschienene Buch ende mit dem Stand von 1981. „Es gibt inzwischen zahlreiche neue Erkenntnisse sowie neue Verfahren der Fakten- und Erkenntnisgewinnung zur Gifhorner Geschichte“, heißt es in der Ausschuss-Vorlage weiter.

In den vergangenen 70 Jahren habe sich Gifhorn so stark entwickelt, wie in den 750 Jahren seit der Ersterwähnung 1196 nicht. Allein die Bevölkerungszahl habe sich seit dem 2. Weltkrieg verachtfacht. „Bei dieser rasanten Stadtentwicklung wurde meist nur nach vorn geschaut, nicht zurück. Es gibt aber heute ein starkes und ständig wachsendes Interesse an der Stadtgeschichte“, so die Verwaltung.

Geschichtsbewusstsein stiftet Identität

Die Erfahrung und Bewusstmachung der Stadtentwicklung sei wichtig für das Stadtimage und das Selbstbewusstsein der Gifhorner Bürgerinnen und Bürger. Das städtische Geschichtsbewusstsein sei zudem identitätsstiftend.

Bei einer Beauftragung würde Grieger – er hat bereits eine Expertise verfasst – die Arbeit in fünf Jahresetappen schaffen. Das Ergebnis könnte dann zum 50. Jahrestag der Gebietsreform von 1974 mit Eingemeindung der fünf Gifhorner Ortsteile vorliegen. „Es bietet sich an, diese Stadtgeschichte dann als Buch zu veröffentlichen“, schlägt die Verwaltung vor – allerdings ohne die Kosten hierfür zu beziffern.

Start mit der Zeit von 1945 bis 1973

Grieger selbst – er war bis 2016 Chefhistoriker der Volkswagen AG – hat bereits konkrete Vorstellungen für die Umsetzung: Er schlägt vor, mit dem Zeitabschnitt 1945 bis 1973 starten, um Erinnerungen von Zeitzeugen zu nutzen.

Von Uwe Stadtlich

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