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„Hier ist es verdammt gefährlich“

Bergfeld/Kunduz „Hier ist es verdammt gefährlich“

Bergfeld/Kunduz. Sybille Schnehage, Vorsitzende des Vereins Katachel, ist seit einigen Tagen wieder in Afghanistan. Am Dienstag wurde in ihrem Beisein in der Provinzhauptstadt Kunduz der Grundstein für die 25. Schule des Bergfelder Vereins gelegt. Überschattet wird Schnehages Besuch von der aktuellen Situation im Land: „Die Lage ist sehr unruhig und es ist verdammt gefährlich.“

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Einsatz in Afghnistan: Zurzeit ist Sybille Schnehage wieder in der Provinz Kunduz. Unter anderem wurde am Dienstag der Grundstein für die 25. Schule des Bergfelder Vereins Katachel gelegt.

„Es gibt praktisch keinen Verkehr auf den Straßen“, berichtete die 64-jährige Bergfelderin am Mittwoch der AZ am Telefon. Selbst die Einheimischen blieben zuhause „aus Angst vor Attentaten und Entführungen“. Und wenn Sybille Schnehage sich aus dem Haus wagt, dann ist sie immer mit zwei Autos und bewaffneten Begleitern unterwegs. Eine Stunde vor dem Telefonat habe sie auf der Veranda ihres Hauses gestanden, als „plötzlich in der Stadt eine große Bombe explodiert ist“.

Einer der Gründe für die große Unruhe im Land seien die Ende Mai bevorstehenden Stichwahlen zur Präsidentschaft. Ein anderer Teil der alltäglichen Gefahren sei allerdings nicht politisch motiviert: „Es sind auch einfach arbeitslose junge Männer, die Ausländer entführen, um Geld zu erpressen“, so Schnehage.

Zwei Wochen will Sybille Schnehage noch in Kunduz bleiben, ungeachtet der massiven Probleme vor Ort.

In der verbleibenden Zeit sollen die Schul- und Nähprojekte für Mädchen vorangetrieben werden. Außerdem kommen jeden Tag bedürftige afghanische Frauen mit ihren Kindern zu Schnehage, denen sie Mehl und Geld aushändigt, wenn diese eine vom Verein ausgestellte Berechtigungskarte vorweisen können.

„Mir persönlich geht es hier gut“, sagt Schnehage. „Aber ich bin ehrlich gesagt auch froh, wenn ich wieder zuhause in Bergfeld bin.“

jr

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