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Herkulesstaude: Der Saft ist sehr gefährlich

Sassenburg-Dannenbüttel Herkulesstaude: Der Saft ist sehr gefährlich

Dannenbüttel . „Eigentlich möchte ich die Menschen nur noch mal warnen“, sagt Mandy Ruben. Die Dannenbüttelerin spricht von der Herkulesstaude oder dem Riesen-Bärenklau, eine giftige, weiß blühende Pflanze.

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Warnt vor dem Riesen-Bärenklau: Mandy Ruben aus Dannenbüttel mahnt zur Vorsicht mit der Pflanze. Die verschiedenen Arten sind schwer zu unterscheiden.

Quelle: Peter Chavier

„Ich bin häufig mit meinem Hund unterwegs und pflücke auch gerne Blumen. Dabei ist mir aufgefallen, dass die Herkulesstaude auch bei uns im Landkreis wächst“, sagt Mandy Ruben.

Sensibilisiert für dieses Thema wurde Mandy Ruben durch einen Zeitungsartikel, den sie per Zufall in die Hand bekam. Dort wurde von einem Jungen aus Nordrhein-Westfalen berichtet, der mit der Herkulesstaude in Berührung gekommen war. Tags darauf bildete sich auf seiner Hand eine riesige Wasserblase. Eine sehr schmerzhafte Angelegenheit

„Der Riesen-Bärenklau kommt eigentlich landesdeckend vor“, bestätigt Bezirksförster Christian Schölkmann. Der Saft der Pflanze enthält das Gift Furocumarin. „Das kann zu Verbrennungen und Entzünden führen“, warnt der Bezirksförster davor, die Pflanze zu berühren. Dabei können die Verbrennungsnarben dauerhaft bleiben.

Besonders gefährlich sei es, wenn Teile abgebrochen würden. „Selbst die Wildtiere gehen dort nicht hin“, so der Förster. Wer die Pflanze beseitigen möchte, der könne dies tun. Aber: „In jedem Fall nur mit Schutzkleidung und Handschuhe anziehen“, gibt Schölkmann einen wichtigen Tipp.

cha

Kommt häufig vor: Der Wiesen-Bärenklau- wie hier an der B 188. Der ist eher harmlos.

Schwer zu unterscheiden

Dannenbüttel. „Man kann die Arten bei der Herkulesstaude leicht verwechseln“, sagt Mandy Ruben. So sieht zum Beispiel die Hundspetersilie dem Riesen-Bärenklau ähnlich, ist aber kleiner.

Häufig findet man auch den Wiesen-Bärenklau. „Der wird sogar als Heilmittel eingesetzt“, weiß die Dannenbüttelerin, die sich intensiv mit der Pflanze auseinander gesetzt hat. Und Bezirksförster Christian Schölkmann ergänzt: „Der wächst hier in unserer Gegend überall.“

Typisch für den Riesenbärenklau (Heracleum mantegazzianum) ist eine riesige weiße Doldenblüte. Die Pflanzen werden bis zu vier Meter hoch und haben große, gesägte Blätter. Eingeführt wurde diese kaukasische Gebirgspflanze Ende des 19. Jahrhunderts als Zierpflanze. Seitdem breitet sie sich bei uns in Kiesgruben, auf Brachen, an Straßen, Bächen und Waldrändern massiv aus.

cha

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