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Helmut Kuhlmann: Eine Ära geht zu Ende

Gifhorn Helmut Kuhlmann: Eine Ära geht zu Ende

Gifhorn. Eine Ära ist im Gifhorner Kreistag zu Ende gegangen: Mehr als 44 Jahre war Helmut Kuhlmann in der Kommunalpolitik tätig, knapp 25 davon als Chef der CDU-Fraktion im Kreistag. Zur Kommunalwahl am vergangenen Sonntag ist er nicht mehr angetreten. Zu seiner Nachfolgerin an der Fraktionsspitze haben die Christdemokraten Telse Dirksmeyer-Vielhauer gewählt.

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Eine Ära endet: Helmut Kuhlmann hat nach mehr als 40 Jahren als Kommunalpolitiker aufgehört.

Quelle: Christoph Wolter (Archiv)

„Es war die meiste Zeit eine befriedigende Arbeit, man konnte viel erreichen“, lautet das Fazit des 76-Jährigen. Als Höhepunkte seiner politischen Arbeit nennt er unter anderem seine Mitwirkung an der Schaffung von drei Gymnasien im Kreis (Humboldt-Gymnasium, Gymnasium Meinersen und Gymnasium Meine) sowie die Einrichtung der Integrierten Gesamtschulen. „Es gibt kaum einen Landkreis mit solch einen Schulangebot“, sagt Kuhlmann in der Rückschau.

Voller Freude registriert er auch die Entwicklung der Gifhorner Stadthalle. „Ich habe die Diskussion für den Bau in unserer Kreistagsfraktion losgetreten - eine große Mehrheit hat dafür gestimmt“, so Kuhlmann. Schließlich habe sich der Kreis an der Finanzierung beteiligt - was nicht überall auf Wohlwollen gestoßen sei. Ein Highlight ist für ihn auch die Schaffung der Gifhorner Fußgängerzone, die er damals als Chef der CDU-Ratsfraktion mit auf den Weg gebracht hat.

Freimütig räumt Kuhlmann im AZ Gespräch ein, dass es auch Rückschläge in seiner politischen Laufbahn gegeben habe. Und dabei führt er zu allererst sein abruptes Ende als Gifhorner Bürgermeister im Jahr 1988 an. Nach einen „Verrat oder Brudermord“ habe er sein Ratsmandat niedergelegt.

„Wir haben zu wenig für die Infrastruktur und den Straßenbau getan“, findet Kuhlmann im Rückblick auf die Kreistagsarbeit. Das habe zeitweise an den knappen Mitteln gelegen, dennoch hätte in diesem Bereich mehr investiert werden müssen, meint er.

Nach den vielen Jahren in der Kommunalpolitik will das CDU-Urgestein jetzt erstmal Abstand gewinnen. „Ich werde mich zurückhalten“, steht für ihn fest. Der Kommunalpolitik insgesamt wünscht er, dass es den Akteuren gelingt, junge Leute für diese Engagement zu gewinnen. Da gebe es einen großen Bedarf. „Diese Entwicklung betrachte ich mit Sorge.“

fed

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