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Gifhorn Stadt Lustig, böse, zynisch: Heinz Rudolf Kunze begeistert 800 Gifhorner
Gifhorn Gifhorn Stadt Lustig, böse, zynisch: Heinz Rudolf Kunze begeistert 800 Gifhorner
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14:42 04.06.2018
Furioses Finale: Heinz Rudolf Kunze begeisterte Sonntagabend 800 Zuhörer im Schlosshof. Quelle: Maren Kiesbye
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Gifhorn

Vor beinahe 40 Jahren begann die Bühnenkarriere des Wortkünstlers. Bei seinem Soloauftritt in Gifhorn präsentierte der Musiker seinem begeisterten Publikum einen Querschnitt seines schier unerschöpflichen Werkes.

„Eigentlich wollte ich die Songs meines aktuellen Albums Schöne Grüße vom Schicksal erstmals gemeinsam mit meiner Band spielen“, erzählte Kunze. „Aber da ich bis zu unserer nächsten Tour noch einige Soloauftritte habe, habe ich mich umentschlossen und werde ein paar der neuen Lieder auf jeden Fall für euch singen.“

Vom Probeliegen im Sarg

Immer ganz nah am Publikum erzählte Kunze jeweils zwischen den Songs kleine kuriose Geschichten, forderte seine Zuschauer mit intelligenten Wortspielen heraus, brachte sie zum Lachen und zum Nachdenken. Wie auch die Hunderte von Songs, die er im Laufe seiner langen Karriere schrieb, waren seine Texte und Anekdoten manchmal lustig, manchmal böse und zynisch, hintersinnig, aber niemals banal.

„Wenn du wissen willst, ob dein Partner dich immer noch liebt, kaufe dir einen Probesarg, lege dich hinein und bitte sie oder ihn, probeweise den Deckel zu schließen. Geht dein Partner dann weg und kommt nicht wieder, weißt du zwei Dinge ganz genau: Dein Partner liebt dich nicht mehr wirklich, und dies ist kein Probesarg.“

In Deutschland heißt die Waldfee Holla

Diese und viele andere Lebensweisheiten teilte der 61-jährige Singer-Songwriter mit seinem Publikum. „In Deutschland heißt die Waldfee Holla, und Sauerkraut wurde zum letzten Mal in einem Heinz Erhardt-Film gegessen“, bekannte er, und berichtete über seine Zeit in einer karibischen Herrentoilette und über jahrelange Probleme mit seiner Leselampe.

Humorvoll und sympathisch wanderte Kunze durch sein Programm, in dem es um Liebe ging, das Leben und Miteinander, aber auch immer mal wieder sozialkritisch seine politische Gesinnung durchblicken ließ. Mit kraftvoller, sanfter und überraschend junger Stimme sang Kunze seine wunderbaren Wortballaden, begleitete sich dabei selber auf der Akustikgitarre oder dem Flügel, und seine Mundharmonika-Soli ernteten reichlich Applaus.

Von Maren Kiesbye

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