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Heinz Labs radelt zu gern nach Berlin

Ettenbüttel Heinz Labs radelt zu gern nach Berlin

Ettenbüttel. Heinz Labs radelt - nach Berlin, Münschen, Usedom. Und das meistens allein.

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„Auf meinen Körper zugeschnitten: Heinz Labs aus Ettenbüttel mit seinem Fahrrad, das ihn schon bis nach Berlin getragen hat.

Quelle: Hilke Kottlick

Er ist stets gut drauf und offenbar topfit. Heinz Labs radelt - und zwar nicht nur nach Berlin. Ziel des Ettenbüttelers war auch schon die Stadt München und Usedom erreichte der 63-Jährige ebenfalls per Drahtesel.

Dabei „fahre ich nicht mit dem Kinn auf dem Lenkrad, ich mache Piano“, sagt Labs, der stets sichere Wege wählt und dabei gemächlich fährt: „Ich möchte Landschaft und Natur erleben.“

Angefangen mit der Radelei hat der Ettenbütteler vor 20 Jahren. „Ich habe in der Celler Lebenshilfe gearbeitet und dort eine Radsportgruppe aufgebaut“, blickt er zurück. Schon bald habe er Touren nach Holland, Straßburg, Berlin ausgearbeitet. „Dabei habe ich Berlin entdeckt“, sagt er. Nach seiner Pensionierung vor vier Jahren hat er sich dann ein Fahrrad angeschafft, das „meinem Körper angepasst ist“. Gern sagte er dann auch zu, als Ex-Kollegen mit ihm zu den Special Olympics nach München radeln wollten. Labs war als Coach dabei, 700 Kilometer weit war die Tour.

Berlin als Ziel ließ ihn nicht los. Voriges Jahre erradelte er ganz allein die 253 Kilometer weite Strecke. Auch in diesem Jahr zog es ihn dorthin. „Meine Frau fuhr mit Freunden in den Urlaub nach Usedom, ich startetet am 21. Juni mit dem Rad nach Berlin“, sagt er.

Um fünf Uhr morgens gings los. Viele Straßen waren wegen Hochwassers gesperrt. Nach 13 Stunden und 40 Minuten erreichte er sein Ziel. Aufgeputscht von der Fahrt unternahm er erst einmal eine Nachtwanderung. Dann suchte er sich ein Quartier in der Stadt-Mission, weil „dort 24 Stunden lang geöffnet ist“. Nach zwei Tagen Berlin gings Richtung Usedom - wohlverdienter Urlaub war angesagt.

Heinz Labs genießt es, allein zu fahren, ohne Zeitdruck. Dabei trifft er immer wieder auf Menschen, mit denen er sich sofort versteht, die ihm zuhören oder sogar zum Grillen einladen: „Es war Himmelfahrt“ erinnert er sich. „Ich wollte nach München.“ Wegen des Feiertags waren aber alle Gaststätten dicht. „Ich hatte aber Hunger und Durst“, sagt Labs. „Da zog mir Grillgeruch in die Nase“. Er folgte dem Aroma und sah eine Gruppe im Garten sitzen. „Ich habe Hunger und Durst“, sagte er und schilderte seine Situation. „Kommen Sie rein“, hieß es da sofort und er wurde zu Bratwurst und Bier eingeladen. „Selbstverständlich habe ich zum Dank einen Schein dagelassen“, freut sich Labs rückblickend über diese nicht selbstverständliche Gastfreundschaft. Dass der rührige Ettenbütteler weitere Touren plant, liegt auf der Hand. Sein nächstes Ziel: ein Trecker-Oldie-Treffen im August an der holländischen Grenze – etwa 700 Kilometer weit. Und: „Mit alten Freunden von der Lebenshilfe will ich fünf Tage lang in Richtung Cuxhaven und Hamburg.“

hik

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