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Hat Ehemann seine Frau mit Revolver bedroht?

Amtsgericht Gifhorn Hat Ehemann seine Frau mit Revolver bedroht?

Er soll seiner Frau sogar einen Revolver an die Schläfe gehalten haben: Ein Beziehungs- und Familiendrama beschäftigt seit Dienstag das Gifhorner Amtsgericht. Wegen zweier Beweisanträge der Verteidigerin wurde die Verhandlung vertagt.

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Tür zugehalten und mit Revolver bedroht: Ein Beziehungs- und Familiendrama beschäftigt seit Dienstag das Amtsgericht Gifhorn.
 

Quelle: Archiv

Gifhorn.  Am 22. März des vorigen Jahres hat die 38-Jährige aus der Samtgemeinde Meinersen das erste Mal die Polizei eingeschaltet. Im Verhandlungssaal 120 schildert sie, wie es dazu gekommen war. Nachdem ihr Mann zuvor am Telefon „verbal entgleist“ war, wollte sie zuhause ihre Sachen packen. Dort habe er ihr dann das Verlassen des Hauses verweigert: den Fuß vor die Tür gestellt, die Terrassentür zugehalten, wieder die Haustür zugehalten. „Das Spiel haben wir ein paar Mal gemacht.“ Sie habe sogar aus offenen Fenstern Hilfe gerufen. Er habe sie aufs Bett geworfen und ihr den Mund zugehalten. „Da habe ich ihm in den Finger gebissen.“

Diese Freiheitsberaubung ist ein zentraler Fall in dem Verfahren, aber keineswegs der einzige Vorfall. Rückblende: Am 5. November 2016 kam es zu einem Streit über die von ihr angestrebten Trennung. Am Abend sei ihr Mann betrunken zurück gekommen. Während des Streits habe er einen Revolver zusammen gebaut. „Und hat mir das Ding an den Kopf gehalten.“ Mit der Drohung, sie umzubringen. „Irgendwann hat er von mir abgelassen.“ Er sei ins Kinderzimmer zum schlafenden Sohn (6) gegangen und habe gedroht, ihn und sich umzubringen.

Während die Zeugin erzählt, schüttelt der Angeklagte immer wieder den Kopf. Er räumt einige Vorwürfe ein. Etwa, den Fuß in die Tür gehalten zu haben. „Das stimmt. Ich habe gesagt, wir müssten mal reden.“ Aber: „Ich habe ihr weder eine Schusswaffe an den Kopf gehalten, noch irgend etwas Anderes.“

Jetzt wird erst einmal ein neuer Termin ausgemacht. Die Verteidigerin hat beantragt, einen Freund des Angeklagten zu hören und den sicher gestellten Revolver samt Patrone vorzuführen.

Damit will die Verteidigerin die Aussage der Ehefrau widerlegen, dass der Mann die Patrone in die Trommel gesteckt habe. Dieses Geschoss passe da nämlich gar nicht rein.

Von Dirk Reitmeister

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