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Harry-Belafonte-Show: Musikalischer Kampf um Bürgerrechte

Gifhorn Harry-Belafonte-Show: Musikalischer Kampf um Bürgerrechte

Die Harry-Belafonte-Show in der Gifhorner Stadthalle entpuppte sich vielmehr als das Porträt eines Mannes, der sein Leben dem Kampf um Bürgerrechte gewidmet hat und bis heute den Kampf fortsetzt.

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Kam an: Die Harry-Belafonte-Schow mit Ron Williams (rechts) in der Titelrolle gastierte in der Gifhorner Stadthalle.

Quelle: Sebastian Preuß

„Seine Songs, sein Leben“, lautet der Untertitel des Schauspiels mit Musik von Gerold Theobalt, der damit eine Tetralogie über die amerikanische Befreiungsbewegung abschließt. Dieses Lehrstück über amerikanische, aber auch globale Geschichte und mit deutlichem Bezug zu aktuellen Situationen zog die Zuschauer von Anfang an in ihren Bann. Den Rahmen bildet ein Club in New York, wo Belafonte (überragend Ron Williams) einst sang und nun auf den Clubbesitzer Charly (Peter Hohenecker), dessen Angestellte Angel (Maureen Wyse), den Rapper Steve (Karsten Kenzel) und den Pianisten Jeff (Thomas E. Killinger) trifft.

In Gesprächen erzählt Belafonte sein Leben von den harten 1950-er-Jahren, als alles begann, bis zur Gegenwart, in der Angel und Steve sich vor allem für ihre eigene Misere interessieren. Die einzelnen Szenen werden begleitet von Belafontes Musik, die sich aus dem jamaikanischen Calypso-Stil herleitet, allen voran der „Banana Boat Song“. Aber auch Gassenhauer wie „Angelina“, „Cu cu ru cu cu Paloma“, „Try to remember“ und natürlich „Island in the sun“ kreierten eine ebenso nachdenkliche wie fröhliche Stimmung, in der das Publikum kräftig mitsang.

Die Reise durch die Geschichte der Befreiung Unterdrückter ist noch lange nicht zu Ende, wie der Song „We are the World“ unterstreicht - „du kannst den Träumer töten, aber nicht den Traum“. Mit einem beeindruckenden Zuschauerchor „Matilda“ und donnerndem Applaus endete ein denkwürdiger Abend.

sdo

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