Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 18 ° Regenschauer

Navigation:
Hagen Rether trifft messerscharf ins Schwarze

Gifhorn Hagen Rether trifft messerscharf ins Schwarze

Gifhorn. „Liebe“ heißt das neue und alte, das andauernde Programm von Hagen Rether, der im Rahmen der Kabarettreihe „Heiße Kartoffeln“ in der Gifhorner Stadthalle gastierte.

Voriger Artikel
Neue DRK-Jugendgruppe schon richtig im Einsatz
Nächster Artikel
Ganz viel Spaß am Kletterturm und auf der Bühne

Unverblümt: Hagen Rether analysierte am Montagabend die Lage der Nation.

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. Weniger Liebe als vielmehr die konstante Angst und Wut der Bürger dieser Welt machte sich Rether wieder einmal zum Thema und sinnierte leise, aber verbal äußerst scharf über die Absurditäten, Verlogenheiten und Paradoxa von Politik. Wirtschaft und Gesellschaft.

Vor allem das Thema Flüchtlinge, besser: Heimatvertriebene, beschäftigte Rether, und er setzt die Dinge ins Verhältnis zueinander. Trotz jährlich 70.000 Alkohol-Toter: „Haben Sie Angst vor Riesling?“ Global flächendeckender Missbrauch in den klerikalen Diözesen: Aber Kirchen werden nicht angezündet. Anstatt sich über Waffenverkäufe ernsthaft Gedanken zu machen, wird wieder einmal an den Frauen als Sündenböcken herumgezuppelt und eine Burkini-Diskussion geführt.

So mancher Lacher blieb dem Publikum im Halse stecken, wenn Rether zwar mit einem Augenzwinkern, aber voller sarkastischer Angriffslust den Finger in der Wunde herumdreht.

Banken, Dieselskandal, Immobilien, Wahlen oder Antisemitismus - die Stimmung ist schlecht im Land, aber wir haben die Deutungshoheit und bestimmen die Sündenböcke.

„Das funktioniert so halt nicht“, stellt Rether immer wieder fest und konfrontiert sein Publikum mit der Feststellung, dass nicht eine Handvoll Kölner Marokkaner, sondern wir selbst, das „Monströse unten drunter“, in den Spiegel schauen müssen.

Er spricht sanft und leise, und doch trifft jedes Wort messerscharf ins Schwarze und räumt kurzweilig und intelligent auf mit Angstmacherei und heuchelnder Verdummung der Menschheit. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ - wir müssen raus aus Bullerbü.

sdo

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Gifhorn Stadt
VW-Promi-Fahrsicherheitstraining
Kommunalwahl im Landkreis Gifhorn am 11. September 2016

Am 11. September sind alle Einwohner im Landkreis Gifhorn aufgerufen, über die Zukunft ihrer Kommunen zu entscheiden. mehr

Sollte es auch im kommenden Jahr eine Riesensause stars@ndr2 live in Gifhorn geben?

Was ist los in Gifhorn?

Welche Veranstaltungen gibt es in Wolfsburg, Gifhorn und Umgebung? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Alle Nachrichten zum Diesel-Skandal bei VW

Alle Neuigkeiten und Hintergründe zum VW-Abgasskandal finden Sie auf unserer Themenseite. mehr