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Hagen Rether trifft messerscharf ins Schwarze

Gifhorn Hagen Rether trifft messerscharf ins Schwarze

Gifhorn. „Liebe“ heißt das neue und alte, das andauernde Programm von Hagen Rether, der im Rahmen der Kabarettreihe „Heiße Kartoffeln“ in der Gifhorner Stadthalle gastierte.

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Unverblümt: Hagen Rether analysierte am Montagabend die Lage der Nation.

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn. Weniger Liebe als vielmehr die konstante Angst und Wut der Bürger dieser Welt machte sich Rether wieder einmal zum Thema und sinnierte leise, aber verbal äußerst scharf über die Absurditäten, Verlogenheiten und Paradoxa von Politik. Wirtschaft und Gesellschaft.

Vor allem das Thema Flüchtlinge, besser: Heimatvertriebene, beschäftigte Rether, und er setzt die Dinge ins Verhältnis zueinander. Trotz jährlich 70.000 Alkohol-Toter: „Haben Sie Angst vor Riesling?“ Global flächendeckender Missbrauch in den klerikalen Diözesen: Aber Kirchen werden nicht angezündet. Anstatt sich über Waffenverkäufe ernsthaft Gedanken zu machen, wird wieder einmal an den Frauen als Sündenböcken herumgezuppelt und eine Burkini-Diskussion geführt.

So mancher Lacher blieb dem Publikum im Halse stecken, wenn Rether zwar mit einem Augenzwinkern, aber voller sarkastischer Angriffslust den Finger in der Wunde herumdreht.

Banken, Dieselskandal, Immobilien, Wahlen oder Antisemitismus - die Stimmung ist schlecht im Land, aber wir haben die Deutungshoheit und bestimmen die Sündenböcke.

„Das funktioniert so halt nicht“, stellt Rether immer wieder fest und konfrontiert sein Publikum mit der Feststellung, dass nicht eine Handvoll Kölner Marokkaner, sondern wir selbst, das „Monströse unten drunter“, in den Spiegel schauen müssen.

Er spricht sanft und leise, und doch trifft jedes Wort messerscharf ins Schwarze und räumt kurzweilig und intelligent auf mit Angstmacherei und heuchelnder Verdummung der Menschheit. „Es gibt kein richtiges Leben im falschen“ - wir müssen raus aus Bullerbü.

sdo

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