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Haftstrafen für Wohnwagen-Diebe

Großes Verfahren am Landgericht Haftstrafen für Wohnwagen-Diebe

In zwei großen Verfahren wurde der Diebstahl von Luxus-Wohnwagen vor dem Landgericht Hildesheim verhandelt. In beiden Tatkomplexen war die Gifhorner Polizei federführend. Mehrjährige Haftstrafen wegen schweren Bandendiebstahls und eine Bewährungsstrafe gab es am Montag für die Angeklagten.

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Großes Verfahren am Landgericht: Nun wurden auch die weiteren Wohnwagen-Diebe verurteilt.

Quelle: Archiv

Hildesheim/Gifhorn. Anders als im ersten Verfahren hatten hier die Angeklagten (44, 29, 23 und 30 Jahre) einen Strafrahmen gegen Geständnisse mit dem Gericht vereinbart. Die als Haupttäter geltenden Cousins (29 und 23 Jahre) hielten sich daran. „Sie haben Mittäter und Hintermänner benannt und Einblicke in die Bandenstruktur gegeben“, so der Vorsitzende Richter. So kam heraus, dass Mitglieder einer belgischen Familie die Aufträge für die Diebstähle gegeben hatten. Nach Klau-Touren hatten die Angeklagten die Wohnwagen an die Hehler-Familie in Belgien verkauft. „Zu dem Geld, was sie dort bekommen haben, haben sie keine Angaben gemacht“, so der Richter. Dieses Detail hatte der Richter bei den Geständnissen vermisst. Deshalb liegt die Kammer in ihrem Urteil auch über den vereinbarten Mindeststrafen.

Der 29-Jährige wurde zu vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Die Strafe für seinen Cousin (23) beträgt vier Jahre und sechs Monate. Der 44-Jährige, der bei drei Taten als Fahrer dabei war, erhielt zwei Jahre und drei Monate Haft. Ihm schien erst bei der Verkündung des Urteils klar zu werden, dass er seine in Italien lebende Familie lange nicht sehen wird. Immer wieder weinte er.

Als einziger erhielt der 30-Jährige eine Bewährungsstrafe von einem Jahr und zwei Monaten. „Wenn sie sauber bleiben, bleiben sie in Freiheit“, mahnte der Richter. Zusätzlich muss er noch 60 Stunden gemeinnützige Arbeit ableisten.

Insgesamt hat die Bande einen Schaden von mehr als 200.000 Euro angerichtet. Zwei weitere Mittäter, die von der Staatsanwaltschaft Heidelberg angeklagt werden sollten, sind nicht auffindbar. Deshalb wurde ihr Verfahren vorläufig eingestellt.

Von Bettina Reese

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