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Haftstrafen für Reise-Betrüger

Kreis Gifhorn Haftstrafen für Reise-Betrüger

Gifhorn/Hildesheim. Sie zogen Urlaubswilligen Geld aus der Tasche und zahlten Anzeigen mit ihren Reiseversprechen nicht: Dafür bekamen drei Männer (51, 30 und 24 Jahre) aus dem Kreis Gifhorn jetzt die Quittung. Wegen bandenmäßigen Betrugs wurden sie im Landgericht Hildesheim zu Haftstrafen verurteilt. Ihre 48-jährige Mitangeklagte kam wegen Begünstigung mit einer Geldstrafe davon.

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Betrügereien mit Reisen: Dafür wurden drei Männer am Mittwoch vor dem Hildesheimer Landgericht zu langen Haftstrafen verurteilt.

Gifhorn. In ihrem Urteil folgte die 9. Strafkammer weitgehend den Ausführungen der Staatsanwältin Tanja Künnemann. Auch sie sah in dem 51-Jährigen den Chef der Bande und Ideengeber für das fiktive Reisebüro. Deshalb bekam er mit vier Jahren und neun Monaten auch die höchste Strafe. Sein Stellvertreter, der 30-Jährige, muss für drei Jahre in Haft.

„Ihr hochgradig professionelles Vorgehen ging zu Ihren Lasten“, begründete Richter Rainer de Lippe die Strafe für den 24-Jährigen. Der Neffe des Bandenchefs bekam drei Jahre und sechs Monate.

Die Geschäftsidee beruhte von Anfang an auf betrügerische Absicht, so der Richter weiter. Dabei wollte der 51-Jährige nicht, dass auch nur im Ansatz etwas auf ihn hindeutete. Er schickte seinen Neffen vor. Dieser meldete das Gewerbe an und eröffnete ein Konto. Doch die EC-Karte kassierte der 51-Jährige ein. „Er wollte die Hand auf dem Geld behalten“, so Richter de Lippe weiter. Sein Misstrauen war nicht unbegründet. Denn als die ersten Gelder auf das Bandenkonto flossen, zweigte sein Neffe einfach etwas ab. Er schrieb Rechnungen um, setzte sein Privatkonto als Empfängerkonto ein. Als das herauskam, entführten und misshandelten ihn die betrogenen Betrüger. Der 24-Jährige rief daraufhin die Polizei und ihr fiktives Reisebüro flog auf (AZ berichtete). Nach der Festnahme legte der 30-Jährige als Einziger ein umfassendes Geständnis ab, belastete sich selber und zeigte Reue. „Hätten Sie auch hier ausgesagt, hätte ihre Strafe geringer ausfallen können“, so Richter de Lippe.

 ree

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