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Haftbefehle gegen Auflagen ausgesetzt

Geiselnahme-Prozess Haftbefehle gegen Auflagen ausgesetzt

Große Überraschung im Prozess wegen Geiselnahme: Keiner der vier angeklagten Brüder muss zurück in Untersuchungshaft. Drei noch bestehende Haftbefehle wurden gegen Auflagen ausgesetzt

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Prozess wegen Geiselnahme: Drei noch bestehende Haftbefehle wurden gegen Auflagen ausgesetzt.

Quelle: BETTINA REESE

Gifhorn/Hildesheim. Große Überraschung im Prozess wegen Geiselnahme: Keiner der vier angeklagten Brüder muss zurück in Untersuchungshaft. Drei noch bestehende Haftbefehle wurden gegen Auflagen ausgesetzt. Die Männer sind vor dem Landgericht Hildesheim wegen Geiselnahme angeklagt – sie sollen den 36-Jährigen Bruder des bereits verurteilten Messerstechers (AZ berichtete) zwei Stunden misshandelt haben – gemeinsam mit einem 23-Jährigen, dessen Verfahren allerdings am Montag abgetrennt wurde.

„Sie können nach Hause gehen“, sagte die Vorsitzende Richterin Karin Brönstrup. Die Erleichterung über diese Entscheidung war den Brüdern deutlich anzusehen. In einer Pause umarmten und unterhielten sie sich. Seit dem 23. März 2017 saßen sie in Untersuchungshaft. Die Begründung der Kammer für ihren Schritt: Bei den zu erwartenden Strafen sei der Vollzug der Haftbefehle nicht mehr notwendig.

Zu den Vorwürfen der Staatsanwaltschaft hatte der jüngste Angeklagte (25) bisher geschwiegen. Jetzt ließ er, wie seine Brüder (30, 31 und 34 Jahre), eine Erklärung von seinem Verteidiger verlesen. Dabei korrigierte er die von ihm gemachte Aussage bei der Polizei. „Entgegen der ursprünglich gemachten Angaben, war der älteste Bruder derjenige, der geschlagen hat“, verlas der Verteidiger.

Bei der Polizei hatte er noch seine drei älteren Brüder bezichtigt, ihr 36-jähriges Opfer gemeinsam geschlagen zu haben. Bei diesem Verhör soll die Belehrung, dass er seine Brüder nicht belasten muss, nicht erfolgt sein. Deshalb legten die vier Verteidiger Widerspruch gegen die Verwertung der polizeiliche Vernehmung sowie der Aussage des Vernehmungsbeamten ein.

Gehört wurde dann der 59-jährige Zeuge, bei dem der 36-Jährige nach der Misshandlung Schutz gesucht hatte. Die Brüder hatten ihn gehen lassen, da er einen Termin bei der Polizei vorgetäuscht hatte. „Er war blutverschmiert, klopfte an meinen Wintergarten und bat um Hilfe“ sagte der Zeuge. Er alarmierte sofort die Polizei, der 36-Jährige kam ins Krankenhaus. Weitere Zeugen sollen am 16. Oktober gehört werden.

Von Bettina Reese

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