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Gifhorn Stadt Häuser durchwühlt: Haftstrafe für Einbrecher-Duo
Gifhorn Gifhorn Stadt Häuser durchwühlt: Haftstrafe für Einbrecher-Duo
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10:00 11.05.2016
Dreiste Einbrecher verurteilt: Das Schöffengericht in Gifhorn schickte zwei Osteuropäer ins Gefängnis, die neben schlafenden Hausbewohnern nach Beute gewühlt hatten. Quelle: Symbolfoto
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Das 29 und 30 Jahre alte Duo aus der Republik Moldau war offenbar bundesweit unterwegs. Und zwar so: Sie stiegen vornehmlich durch gekippte Fenster in Häuser ein - einmal öffneten sie auch eine Kellertür mit einem Griff durch die Katzenklappe - und nahmen neben Wertsachen wie Elektronik auch die Schlüssel zum Auto mit, um mit diesem dann weiter zu ziehen. Ihre Diebestour endete allerdings im Kreis Gifhorn, hier wurde ihnen ihre eigene Dreistigkeit zum Verhängnis.

Vier Häuser in einer Nacht suchten sie im vorigen Juni im Gifhorner Stadtgebiet heim, und immer schliefen die Bewohner, während die Einbrecher nach Wertgegenständen suchten. In einem Fall wühlten sie im Schlafzimmer direkt neben ihren Opfern nach Beute und steckten unter anderem Smartphones und weitere Elektronik im Wert von 2700 Euro ein. Was sie offenbar nicht bemerkten: Die Bewohnerin beobachtete sie dabei und weckte ihren Mann, als die Täter sich anschickten, das Haus zu verlassen. Der Gamsener alarmierte nicht nur die Polizei, sondern er ortete über den Computer sein eigenes Handy und konnte den Beamten so mitteilen, wo die Einbrecher gerade waren.

Im November wurden die beiden Angeklagten bereits vom Amtsgericht Halle verurteilt, auch ein Amtsgericht in München wird sich noch mit weiteren Taten dieses Duos befassen. Das Urteil aus Halle floss gestern in das Gifhorner mit ein. Das Schöffengericht blieb dabei dichter an der Forderung der Staatsanwältin, die für beide Angeklagte zwei Jahre Gesamtfreiheitsstrafe beantragte. „Erhebliche kriminelle Energie: In allen Fällen schliefen die Bewohner zuhause.“

Die Verteidiger plädierten für eine Aussetzung der Strafe auf Bewährung (für drei Jahre), weil die Männer zum Zeitpunkt der Tat unbescholten gewesen seien. Da winkte das Schöffengericht ab. Es gestand lediglich dem 29-Jährigen zwei Monate weniger Haft zu, weil er nach der Festnahme reinen Tisch gemacht und zur Aufklärung beigetragen hatte. Er war es auch, der bei seiner Entschuldigung als letztes Wort des Angeklagten wenigstens einmal kurz zu den Einbruchsopfern im Zuhörerraum schaute.

rtm

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