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Gifhorn Stadt Häsin und Kanzlerin: Ein freches Programm
Gifhorn Gifhorn Stadt Häsin und Kanzlerin: Ein freches Programm
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00:15 02.10.2013
„Geradeaus im Kreisverkehr“: Eva Eiselt überzeugte das Publikum im Knesebecker Schützenhaus. Sie schlüpfte dabei in viele Rollen. Quelle: Michael Uhmeyer
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Als frech und fast immer den Nagel auf den Kopf treffend lässt sich ihr Programm am besten beschreiben. Sie schlüpft in die verschiedensten Rollen, ob als Häsin, als gestresste Managerin oder Bundeskanzlerin und führt das Publikum wandlungsfähig an die Abgründe alltäglicher Absurditäten. Und dabei bleiben die Zuschauer in der ersten Reihe nicht verschont. „Ich suche keinen Mann fürs Leben, sondern ich will nur Sex!“ Also sollten einige Herren sich mit ihrer Frau besser eingehend beraten.

Was anfangs etwas mühsam daherkam, gewann schnell an Fahrt und Tiefgang. Denn Eiselt übte saftige Gesellschaftskritik, die sich an den Netzbalken des Handys ebenso messen ließ wie an der Sprachentwicklung junger Leute. Als Retterin des Schnurrbartes oder in der Erläuterung „gefühlter Liebe“ wird sie schräg bis zur Furie.

Ihre Paraderolle ist eindeutig die Bundeskanzlerin Angela Merkel. Mit rotem Blazer, passender Frisur und herabgezogenen Mundwinkeln „sitze ich hier und regiere.“ Dabei wollte „Angie“ immer nur Prinzessin werden, was in ihren Albträumen jedoch zur Wahl als Päpstin gipfelt. Die Wünsche des Volkes werden dann auch dem „richtigen“ Präsidenten „Mubarak Obama“ vorgelegt - „sorry, das klingt so ähnlich.“

In ihrem geradezu absurden Programm, bestehend aus vielen kleinen Szenen, spart Eiselt das Publikum nie aus. Sie reagiert spontan mit viel Situationskomik auf Kommentare, ohne jedoch übers Ziel des guten Geschmacks hinauszuschießen.

sdo

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