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Gifhorn Stadt HSV-Fans randalieren in Gifhorner Kneipe
Gifhorn Gifhorn Stadt HSV-Fans randalieren in Gifhorner Kneipe
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15:47 30.04.2018
Großeinsatz nicht nur in Wolfsburg: Das Spiel des VfL gegen den HSV bescherte auch der Gifhorner Innenstadt einen unruhigen Samstag. Quelle: Roland Hermstein
Gifhorn

Besucher der eher beschaulichen Gifhorner Innenstadt erlebten am vorigen Samstag eine Bundesliga-Großstadt-Atmosphäre der weniger schönen Art: Zahlreiche Polizeiwagen und Einsatzkräfte waren auf den Straßen postiert, ein Hubschrauber kreiste in der Luft. Zahlreiche HSV-Fans auf der Durchreise bevölkerten die Stadt.

150 Fußballfans stiegen am Bahnhof aus

Laut Polizeisprecher Thomas Reuter sind 150 Fußballfans auf der Anfahrt am Bahnhof Gifhorn Stadt ausgestiegen. „Sie haben eingekauft und sich mit Getränken eingedeckt.“

120 von ihnen seien dann mit Polizeibegleitung über die Braunschweiger Straße zum Bahnhof Gifhorn geleitet worden, um dort in einen Zug nach Wolfsburg einzusteigen. Etwa 30 hätten das Spiel dann im H1 verfolgt.

Fanspektakel: Nicht nur in der VW-Arena, auch in der Gifhorner Innenstadt ging es zeitweise heiß her. Im H1 randalierten HSV-Fans. Quelle: Boris Baschin

Was für Wirt Holger Hirsch gegen 10.45 Uhr zunächst nach einem guten Geschäft aussah, kippte sehr bald in eine ganz andere Richtung. „Mensch, wird ein toller Tag“, sagte sich der Gastronom noch vor dem Anpfiff, wenn er auch von dem Ansturm „völlig unvorbereitet“ war. Dass er spontan seinem Security-Dienstleister Bescheid gab – „Es war mir zu unsicher“ –, sollte sich bald als begründet heraus stellen.

Spätestens beim 2:0 für Hamburg „eskalierte es“

„Anfangs war es friedlich“, berichtet Hirsch. Doch spätestens beim 2:0 für Hamburg „eskalierte es“. „Alles flog von den Tischen runter. Irgendeiner hat meinen Spielautomaten zerdeppert.“ Die Konsequenz: Die Security habe dafür gesorgt, dass die HSV-Fans die Kneipe verlassen mussten. Er habe daraufhin bei den Kollegen vom Alt Gifhorn Alarm geschlagen, niemanden mehr reinzulassen. „Die haben dann die Tür dicht gemacht.“

In dieser Größenordnung habe er so etwas noch nicht erlebt, sagt Hirsch. Vor ein paar Jahren seien mal 40 Dortmunder bei ihm gewesen. „Wir haben friedlich miteinander gefeiert.“ Diesmal aber sei Gewaltpotenzial zu spüren gewesen. Es habe auch Pöbeleien in Richtung des Festes der Kulturen gegeben. Und: „Für meine Stammgäste war das auch nicht schön.“

„Die Polizei hatte die Situation jederzeit im Griff“

Reuter spricht dagegen von einer nicht außergewöhnlichen Situation. Gifhorn liege immer wieder auf dem Anfahrtsweg von Fußballfans nach Wolfsburg oder Braunschweig. „Die Polizei hatte die Situation jederzeit im Griff.“ Bis auf die Sachbeschädigung im H1 habe es keine Straftaten gegeben.rtm/ust

Von Dirk Reitmeister und Uwe Stadtlich

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