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Großes Entsetzen in Gifhorn

Terroranschlag in Berlin Großes Entsetzen in Gifhorn

Mit Entsetzen, Trotz und Entschlusskraft reagierte Gifhorn am Dienstag auf den schrecklichen Anschlag in Berlin, wo ein Attentäter mit einem Sattelschlepper in den stark besuchten Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz raste.

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Pray for Berlin: Auch die Gifhorner Kirchen wollen dieses Thema aufgreifen, um den Menschen Kraft und Trost zu geben.

Quelle: Christian Ditsch

Gifhorn. Während die Polizei die Sicherheitsmaßnahmen rund um den Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone verstärkt, wollen sich die Gifhorner nicht einschüchtern lassen.

Mit der Stadt habe man abgesprochen, mehr schwer bewaffnete Beamte auf Streife über die Adventsmeile zu schicken, so Polizeisprecher Thomas Reuter, den das Geschehen in der Hauptstadt auch persönlich nicht kalt lässt. „Es ist schockierend. Ich habe viele gute Bekannte in Berlin.“ Es sei beruhigend zu erfahren, dass ihnen nichts passiert sei.

Viele Gifhorner versuchten noch am Abend, Kontakt zu Verwandten und Bekannten aufzunehmen. „Das ist das erste, was man macht. Und wenn Opa sich nicht gleich meldet, wirst Du schon nervös“, so der Berliner und Wahl-Gifhorner Karl-Heinz Knöfel. Besorgte Nachfragen bekam SPD-Bundestagsabgeordneter Hubertus Heil, der zum Zeitpunkt des Attentats in der Wohnung in Berlin auf die Kinder aufpasste. „Es haben mich viele Verwandte angerufen.“ Kollegin Ingrid Pahlmann (CDU) hatte in Gifhorn mit ihrem Team Weihnachtsfeier. Wie geht es Bekannten und Verwandten in Berlin? „Wir haben alle über Facebook nachgefragt.“

Über Facebook meldeten sich auch Berlin-Besucher aus dem Kreis Gifhorn: „Wir waren gestern mittendrin“, schreibt dort eine Wesendorferin. „Es ist so furchtbar.“

Kirchen reagieren auf Berlin-Attentat

In den sozialen Netzwerken sind die Tweeds zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt auf dem Breitscheidplatz mit „Pray for Berlin“ überschrieben. Die Gifhorner Kirchen wollen das in diesen Tagen aufgreifen.

Ihre Predigt für den Heiligabend-Gottesdienst auf dem Gifhorner Marktplatz hat Sylvia Pfannschmidt noch gar nicht zu ende geschrieben, und nun wird sie nochmal von Anfang an neu rüber schauen. Die Superintendentin ist erschüttert von dem Vorfall in der Hauptstadt.

Auch Pastoralreferent Martin Wrasmann von der katholischen St. Altfrid-Gemeinde will mit Musiker Volker Schlag nochmal über die Titelauswahl für die Heiligabendmesse sprechen. „Dieses Pray for Berlin wird sicherlich aufgegriffen, dafür stehen wir ein.“ Wrasmann will dabei auch herausstellen, wofür Weihnachten fernab des Konsums wirklich stehe.

Auch Pfannschmidt sieht die Kirche jetzt gefragter denn je, die Menschen zu berühren und ihnen Kraft zu geben. „Auch das Kind in der Krippe ist in eine bedrohte Welt geboren worden. Die Flucht war das nächste, was auf dieses Kind zukam.“ Jenes Kind, das als Jesus Christus für Frieden und Versöhnung stehe.

Und da sehen Pfannschmidt und Wrasmann gleich die nächste Botschaft. „Wir müssen als Christen die Hand reichen“, wirbt die Superintendentin dafür, sich nicht in Hass, Rachegelüste und Grenzenbau zu versteigen. Wrasmann appelliert an alle Menschen, besonnen zu bleiben und zu differenzieren. Er glaubt, dass diese Botschaft nicht ungehört verhallen wird: „Wir leben in einer aufgeklärten Gesellschaft.“

rtm

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