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Gifhorn Stadt Großer Aufwand für Versorgung im Kreis Gifhorn
Gifhorn Gifhorn Stadt Großer Aufwand für Versorgung im Kreis Gifhorn
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00:18 22.11.2017
Kreis Gifhorn: Der Wasserverband investiert jährlich rund fünf Millionen Euro, damit die Verbraucher sauber und sicher mit Trinkwasser versorgt werden.   Quelle: Thorsten Behrens/Archiv
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Gifhorn

 Rund 130 Liter kommen im Landkreis Gifhorn pro Tag und Person aus dem Wasserhahn. Für diese Versorgung gibt es sieben Wasserwerke im Bereich des Wasserverbandes Gifhorn sowie 28 Förderbrunnen. Die rund 1200 Kilometer Trinkwasserleitungen liegen als offenes Netz in der Erde – das heißt, das Wasser kann von Behren im Norden bis Meine im Süden fließen, erklärt Geschäftsführer Andreas Schmidt. „Selbst wenn das größte Wasserwerk Ettenbüttel ausfallen sollte, liefern die anderen Werke noch genug für den benötigten Verbrauch“, sagt Schmidt.

Doch eigentlich soll es erst gar nicht zu einem Ausfall kommen, weder an Wasserwerken, noch an Brunnen oder der Leitung. Dafür hat der Wasserverband ein Instandhaltungskonzept bis 2040 beschlossen. Rund fünf Millionen Euro sollen jährlich investiert werden zur Erneuerung von 450 Hausanschlüssen, 350 Schiebern und Hydranten sowie zwölf Kilometern Leitung. Da alle Wasserwerke über Notstromaggregate verfügen, ist laut Schmidt auch ein Stromausfall kein Problem.

Drei weitere Punkte dürfe man nicht vergessen, wenn es um Sicherheit bei der Trinkwasserversorgung geht, so Schmidt. „Wir arbeiten nur mit qualifiziertem Fachpersonal mit regelmäßiger Fortbildung, denn Trinkwasser ist ein Lebensmittel. Und wir halten eine Bereitschaft vor, die rund um die Uhr einsetzbar ist. Außerdem hat der Wasserverband keine Gewinnerzielungsabsicht, daher kommt für uns immer die Qualität des Wassers und die Sicherheit bei der Versorgung an erster Stelle, natürlich unter den Aspekten der Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit – denn auch die Gebühren für die Verbraucher sollen ja stabil bleiben.“

Für Krisenfälle gut aufgestellt

Bevölkerungszuwachs, Feldberegnung, Klimawandel, Terror: „Unsere Trinkwasserversorgung ist trotzdem sicher“, betont Andreas Schmidt, Geschäftsführer des Gifhorner Wasserverbandes. Antworten darauf, warum das so ist, liefert er gleich mit.

Herausforderung Feldberegnung und Trockenheit: Verträge mit Landwirten beinhalten auch das Thema Wasserschutz. Quelle: dpa

Terror: „Wir hatten schon Hackerangriffe“, verrät er. Die habe man aber abgewehrt und mit Hilfe des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik und des Niedersächsischen Verfassungsschutzes den Schutz weiter optimiert. „Da sind wir gut aufgestellt.“ Bei Einbrüchen in Wasserwerke sei sofort die Polizei vor Ort. „Da ist alles mit Alarmanlagen gesichert.“

Klimawandel: Der Wasserverband fördert das kostbare Gut aus der zweiten Grundwasserschicht. „Das Wasser braucht teilweise Jahrzehnte, um so tief zu sickern. Daher wirken sich die aktuellen Ereignisse wie trockene Sommer auch aktuell nicht aus“, so Schmidt.

Das treffe auch in Sachen Feldberegnung zu. Das Wasser dafür komme meist aus der ersten Grundwasserschicht und werde somit nicht den Schichten des Wasserverbandes entnommen. Zudem gibt es Kooperationsverträge mit den Landwirten, in deren Rahmen über den Wasserschutz gesprochen und jährlich vom Land 600.000 Euro an die Landwirte gezahlt werden, um das Grundwasser zu schonen.

„Der Bevölkerungszuwachs der vergangenen Jahre wurde im Landkreis beim Wasserverbrauch durch Technik kompensiert. Wir versorgen zwar mehr Menschen, aber deren Verbrauch ist von 200 auf 130 Liter pro Kopf und Tag in den vergangenen 30 Jahren gesunken.“

Und letztlich könnte der Wasserverband ohnehin mehr fördern als derzeit notwendig. „Die Mengen schreibt der Landkreis vor und überprüft sie auch. Wir dürfen 8,4 Millionen Kubikmeter im Jahr fördern – brauchen aber derzeit nur etwa 6,5 Millionen Kubikmeter.“

Jährlich bis zu 800 Messungen

Die Versorgungsqualität bei Trinkwasser ist ein Aspekt – die Qualität des Wassers ein weiterer. Im Bereich des Gifhorner Wasserverbandes werden die vom Bund vorgegebenen Grenzwerte bei Schadstoffen in allen Bereichen unterschritten, betont Andreas Schmidt, Geschäftsführer des Wasserverbandes. „Werden die Grenzwerte überschritten, müssen wir das melden und handeln. So wie im Jahr 2000. Da wurde in Ettenbüttel ein neuer Brunnen gebohrt, weil bei einer anderen Entnahmestelle Pflanzenschutzmittel im Wasser festgestellt wurde.“

Sicheres Trinkwasser: Hunderte Kontrollen finden jährlich im Kreis Gifhorn statt.. Quelle: privat

Beeindruckende Zahlen nennt Schmidt zum Aufwand, der betrieben wird, um die hohe Qualität des Trinkwassers zu gewährleisten. So gibt es jährlich rund 200 Messungen in Wasserwerken und an Brunnen durch externe Firmen, jede Messung zu rund 150 verschiedenen Werten, beispielsweise zur Belastung durch Düngemittel. Weitere 200 mikrobiologische Untersuchungen nimmt das Gesundheitsamt jährlich an wechselnden Messstellen im Netz vor und untersucht dabei das Wasser auf Hygiene, Chemie, Bakterien. Der Wasserverband selbst nimmt weitere 200 bis 400 Messungen im Jahr vor.

Von Thorsten Behrens

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