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Gifhorn Stadt Großauftrag weg: Taxi Hoffmann kündigt 35 Fahrern
Gifhorn Gifhorn Stadt Großauftrag weg: Taxi Hoffmann kündigt 35 Fahrern
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00:30 17.08.2014
Muss 35 Fahrer entlassen: Gifhorns Taxi-Unternehmer Fabian Hoffmann sieht Wettbewerbsverzerrungen, weil für Mitbewerber der Mindestlohn erst ab 2017 gelten soll. Quelle: Lea Gossmann (Archiv)
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„Wir haben einen unserer größten Aufträge verloren“, bestätigte Hoffmann gestern auf AZ-Anfrage. Er sei ab 2015 als Betrieb ohne Gewerkschaftsvertrag an den Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde gebunden - und von einem Mitbewerber unterboten worden, für den Ausnahmen gelten. „Alle, die einen Gewerkschaftsvertrag haben, sind bis 2017 nicht vom Mindestlohn betroffen“, erklärt Hoffmann. Das sei eine Wettbewerbsverzerrung. Und die koste ihn zum Jahresende 35 der 74 Fahrer.

Nachteile sieht Hoffmann auch woanders. Beispiel Schülerbeförderung: Bei der laufenden Ausschreibung habe er schon gar kein Angebot mehr eingereicht. Privatunternehmen, die Fahrdienste anbieten, brauchen ihm zufolge für ihre Fahrer weder eine Personenbeförderungslizenz - Wohlfahrtsverbände „können 18-Jährige im Bundesfreiwilligendienst fahren lassen“ -, noch eine Konzession für ihre Fahrzeuge und auch kein Zertifikat für die Schülerbeförderung. Das alles mache diese Mitbewerber preiswerter als jeden Taxiunternehmer.

Ungemach droht auch beim wichtigsten Standbein: 90 Prozent seiner Fahrten seien Krankenfahrten, sagt Hoffmann. Zurzeit verhandele der Dachverband der Taxiunternehmer mit den Krankenkassen in Niedersachsen - weil die neuerdings 35 Prozent unterm Taxitarif zahlen wollten. „Das ist sehr bedrohlich. Die Zukunft in der Taxibranche ist ganz ungewiss.“

Die Kündigungen an seine Mitarbeiter seien raus, bis Jahresende laufe der Vertrag aber noch. „Wir haben schon einen Plan B, wie wir einige Fahrer halten könnten.“ Er wolle neue Aufträge reinholen.

rtm

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