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Gifhorn Stadt Großartiger Politiker und Schlitzohr: Trauer um Hans-Dietrich Genscher
Gifhorn Gifhorn Stadt Großartiger Politiker und Schlitzohr: Trauer um Hans-Dietrich Genscher
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23:00 01.04.2016
Abschied von einem ganz Großen: In Gifhorn wird um Hans-Dietrich Genscher getrauert. Der ehemalige Außenminister starb am Freitag. Quelle: Archiv

Hans-Dietrich Genscher war ein Mann, der für die Politik in Deutschland viel bewegt hat“, sagt FDP-Urgestein Adolf Bannier aus Brome. In seiner Zeit als Bezirksvorsitzender habe er Genscher einmal persönlich getroffen. „Er war verbindlich und dabei konsequent. Er war kein Mann der Beliebigkeit, sondern wusste stets, was er wollte.“

„Er hat über Jahrzehnte die deutsche Politik mit geprägt“, sagt Dr. Stefan Armbrecht, FDP-Ratsherr in der Stadt und Kreistagsabgeordneter. „Für meine kleine Partei gehörte er zu den wichtigsten Leuten.“

„Er war neben Helmut Schmidt einer der hervorragendsten Politiker, die wir in der Bundesrepublik je hatten“, sagt FDP-Kreischef Klaus-Peter Fischer zur Bedeutung Genschers. „Helmut Kohl wird die Wiedervereinigung zugeschrieben, aber Hans-Dietrich Genscher hat die Arbeit geleistet.“

Anerkennung kommt auch aus anderen Parteien: „Das war ein großartiger Politiker, ein Schlitzohr natürlich auch“, sagt CDU-Kreistagsfraktionschef Helmut Kuhlmann über Genscher. „Er hat das Ansehen Deutschlands in der Welt gemehrt.“

„Unser Land hat ihm viel zu verdanken“, sagt SPD-Bundestagsabgeordneter Hubertus Heil über Genscher. „Ich hatte die Ehre, ihn kennen zu lernen: einen klugen und humorvollen Menschen, den wir vermissen werden.“

rtm

AZ-INFO: Hans-Dietrich Genscher

Als Außenminister prägte FDP-Chef Hans-Dietrich Genscher die deutsche und europäische Nachkriegspolitik entscheidend mit. Dank seines geschickten Taktierens wurde „Genscherismus“ zum feststehenden Begriff für die Kunst, sich nicht festzulegen.

1969 wurde Genscher als Innenminister in das Kabinett von Willy Brandt (SPD) berufen. Bei der Geiselnahme jüdischer Sportler während der Olympischen Spiele 1972 in München bot sich Genscher als Austauschgeisel an.

Ab 1974 war er Außenminister und Vizekanzler unter Helmut Schmidt (SPD), ab 1982 unter Helmut Kohl (CDU). Im Juli 1990 gelang beim historischen Treffen von Kanzler Kohl und dem sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow im Beisein von Genscher der Durchbruch auf dem Weg zur deutschen Einheit.

1992 trat Genscher von seinen Ämtern zurück. 1998 schied er nach 33 Jahren aus dem Bundestag aus.

Gelingt ein weiterer Schritt Richtung Klassenerhalt? Die A-Jugend des MTV kann sich am Samstag (12 Uhr) mit einem Sieg gegen den SV Meppen weiter von den Abstiegsrängen der Fußball-Regionalliga absetzen. Gifhorns B-Jugend hofft derweil ab 14 Uhr gegen Niedersachsenliga-Primus JFV A/O/Heeslingen auf ein Wunder.

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