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Griff ins Lenkrad: Mann muss sechs Jahre in Haft

Hildesheim / Gifhorn Griff ins Lenkrad: Mann muss sechs Jahre in Haft

Hildesheim. Der Griff ins Lenkrad bei voller Fahrt war versuchter Mord. Davon ist die 1. Strafkammer des Landgerichts Hildesheim überzeugt. Das Urteil: Der 26-jährige Angeklagte muss für sechs Jahre in Haft.

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Urteil gesprochen: Wegen versuchten Mordes wurde gestern ein Mann aus Gifhorn vor dem Landgericht Hildesheim zu sechs Jahren Haft verurteilt.

Quelle: Archiv

Das Gericht hält die Angaben eines 19-jährigen Autofahrers für glaubwürdig. Er hatte den 26-Jährigen beschuldigt, ihm ins Lenkrad gegriffen und in den Gegenverkehr gelenkt zu haben (wir berichteten).

„Der Zeuge hat den Vorgang plausibel geschildert. Seine Aussage spricht für Erlebtes und nicht für Ausgedachtes“, sagte der Vorsitzende Richter Peter Peschka in seiner Urteilsbegründung. Die Angabe des Verteidigers, dass der 19-Jährige lügt, da er scharf auf den Job seines Mandanten gewesen sei, hielt das Gericht für abwegig. Das Gericht stützt sich bei der Bewertung der Glaubwürdigkeit des 19-Jährigen auch auf Aussagen der Zeugen - darunter zwei Polizisten. Sie hatten keine Zweifel an der Schilderung des jungen Autofahrers.

„Wer einen kleinen Wagen in einen entgegenkommenden Lkw lenkt, nimmt den Tod des Fahrers billigend in Kauf“, sagte der Richter weiter. Das Gericht wertete dies als Tötungsvorsatz. Das Mordmerkmal Heimtücke hält das Gericht auch für erwiesen. „Der 19-Jährige war arglos, konnte mit dem Angriff gegen ihn nicht rechnen“, begründete dies Richter Peschka.

Der Strafrahmen bei versuchtem Mord liegt zwischen drei und 15 Jahren. Das Gericht berücksichtigte in seiner Urteilsfindung u.a., dass der 19-Jährige keinen körperlichen Schaden genommen hat. Als Nachteil wertete die Kammer, dass der Angeklagte seit 2012 fünfmal strafrechtlich in Erscheinung getreten ist. „Ihr Gesamtverhalten zeigt, dass sie nicht bereit sind die Rechtsordnung zu akzeptieren. Sechs Jahre Freiheitsstrafe sind tat-und schuldangemessen“, sagte Richter Peschka zum Schluss.

Gegen das Urteil kann noch Berufung eingelegt werden.

ree

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