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Gifhorn Stadt Gifhorns Modell macht Notaufnahme-Gebühr unnötig
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorns Modell macht Notaufnahme-Gebühr unnötig
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00:18 21.07.2018
Feierliche Eröffnung vor einem halben Jahr im Helios-Klinikum: Der gemeinsame Empfang für Klinik-Notaufnahme und Bereitschaftspraxis der niedergelassenen Ärzte in Gifhorn könnte Modell auch für andere Regionen werden. Quelle: Sebastian Preuß Archiv
Gifhorn

Wer außerhalb der Praxis-Sprechzeiten Beschwerden hat, muss nicht mehr lang überlegen. Er geht ins Helios-Klinikum. Denn seit einem halben Jahr gibt es dort einen gemeinsamen Empfang für die Notaufnahme des Klinikums und die Bereitschaftspraxis der niedergelassenen Ärzte. Dort entscheiden praktisch gleich am Eingang Fachleute, wohin der jeweilige Patient gehört. „Das funktioniert“, sagt Dr. Klaus-Achim Ehlers, Kreissprecher der Kassenärztlichen Vereinigung.

10.935 Patienten im ersten Halbjahr

„Im ersten Halbjahr haben 10.935 Patienten das Zentrum für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin im Helios Klinikum aufgesucht“, sagt Helios-Sprecher Matthias Schultz. Laut Ehlers sind das etwa zehn Prozent weniger als bislang. Daran könne man die Synergieeffekte ablesen. Zwar gebe es noch keine belegbaren Zahlen zur Nutzung der Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte, aber Ehlers glaubt, dass ein großer Teil jener zehn Prozent eben sofort dorthin geleitet wurde und nicht mehr im Klinikum landete.

Weg im Sinne der Patienten

„Das ist der richtige Weg“, findet Ehlers. Nicht nur zur Arbeitserleichterung der Mediziner, sondern auch im Sinne der Patienten. Dass viele von ihnen sonst gleich in die Klinik-Notaufnahme kamen, ist für ihn kein Wunder. „Ich kann die Patienten verstehen, sie wissen es nicht besser. Laien können oft den Schweregrad nicht gut genug beurteilen.“

Gifhorn als Modell für andere Regionen?

Während Vertreter der Medizin-Branche – unter anderem die Kassenärztliche Vereinigung auf Landesebene – die Einführung von Gebühren für die Nutzung überfüllter Notaufnahmen fordern, sind laut Schultz inzwischen andere Krankenhäuser aufs Gifhorner Modell aufmerksam geworden. „Mehrere Kliniken haben unser Zentrum für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin besichtigt. Sie möchten auf diesem Modell aufbauen und unter anderem ebenfalls die lokale KV-Bereitschaftspraxis in ihre Räumlichkeiten integrieren.“

Von Dirk Reitmeister

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