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Gifhornerin appelliert an Portmonee-Dieb

Verzweifeltes Opfer Gifhornerin appelliert an Portmonee-Dieb

Eine kleine Unaufmerksamkeit, und schon ist es geschehen: Immer wieder erweisen sich auch in Gifhorn außer Acht gelassene Handtaschen oder Rucksäcke als günstige Gelegenheit für Diebe. Wie dann die verlorenen persönlichen Papiere wieder erlangen?

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Verzweifelt: Das Portmonee von Danuta Blesznowska-Lickas ist weg – nun appelliert sie an den Dieb.
 

Quelle: Cagla Canidar

Gifhorn.  Danuta Blesznowska-Lickas hat am 4. Januar einen rabenschwarzen Donnerstag erwischt. In der Fußgängerzone merkt sie, dass ihre Handtasche fehlt. Steht die noch in der Umkleidekabine? 20 Minuten nach dem Besuch bei H&M kommt sie in die Filiale zurück. Da steht die Tasche schon abgegeben an der Kasse – ohne Portmonee. Das muss wohl ein findiger Dieb eingesteckt haben.

Die 67-Jährige aus Gifhorn durchläuft all jene Kümmernisse und Kümmereien, wie sie die Opfer in diesen Fällen stets zu absolvieren haben. „Ich habe sofort die EC-Karte gesperrt und bin zur Polizei.“ Darüber hinaus habe sie in der Fußgängerzone Mülleimer abgesucht. Vergeblich. Auch die Sache mit dem Ersatz für die Dokumente macht ihr zu schaffen.

Ist die Reise in Gefahr?

Blesznowska-Lickas ist verzweifelt. Nicht nur, dass ihr Ausweis weg ist, wo sie doch demnächst ins Ausland verreisen will. In dem Portmonee waren auch unwiederbringliche Fotos ihres gestorbenen Vaters und ihrer Enkeltochter aus jungen Jahren.

Sie bittet die unehrlichen Finder der Tasche, doch wenigstens das Portmonee mit den persönlichen Habseligkeiten anonym in einen Briefkasten – zum Beispiel am Rathaus oder beim Landkreis – zu stecken. „Ich möchte an das Gewissen des Diebes appellieren.“

Kleine Hoffnung für Diebstahl-Opfer

Handtasche oder Rucksack einmal aus den Augen oder liegen gelassen, schon sind sie geplündert: „Solche Fälle haben wir mehrmals pro Woche“, sagt Polizeisprecher Thomas Reuter. Vor allem in der Hektik der Vorweihnachtszeit oder bei Schlussverkäufen.

Achtung, Diebe

Achtung, Diebe: Die Polizei rät, Wertsachen niemals aus den Augen zu verlieren und möglichst körpernah zu tragen.

Quelle: Archiv

Ein Klassiker: die Handtasche im Einkaufswagen, der nur mal stehen bleibt. Oder ein zur Seite gestellter Rucksack. Dann ist bald ein unerlaubter Griff getan, sagt Reuter. „So etwas ist immer eine ärgerliche Geschichte.“ Es bedeute viel Bürokratie wegen der Papiere und Karten, die ersetzt werden müssen.

Deshalb sei es wichtig, solche wichtigen Taschen niemals aus den Augen zu lassen. Persönliche Papiere und Wertsachen sollte jeder möglichst körpernah tragen. Tipp des Polizeisprechers: „Man muss nicht immer alle Papiere dabei haben.“ Oder die EC-Karte.

Im Fundbüro fragen

Doch auch wenn es zu spät ist, gibt es Hoffnung für die Opfer. Viele für Diebe wertlose Gegenstände finden sich wieder an. „Ganz oft werden die Portmonees in Postbriefkästen geworfen“, sagt Reuter. Allerdings selten von den Dieben.

Die Täter schmeißen die ausgemisteten Geldbörsen laut Reuter meistens achtlos weg. Ehrliche Finder bringen diese dann zum Fundbüro, zur Polizei oder stecken sie eben in Postkästen, wenn sie nicht weiter wüssten. Reuter rät deshalb im Fall eines Verlustes, immer wieder beim Fundbüro der Stadt, bei der Post am Bahnhof oder bei der Polizeiwache an der Hindenburgstraße nachzufragen. „Ich würde da nichts unversucht lassen.“

Von Dirk Reitmeister

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