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Gifhorn Stadt Gifhorner an Berufsschule in Äthiopien
Gifhorn Gifhorn Stadt Gifhorner an Berufsschule in Äthiopien
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22:45 17.08.2011
„Land mit lieben Menschen“: Günter Schröder aus Gifhorn leitet eine Berufsschule in der äthiopischen Region Amhara.
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Fahrzeugtechnik und Politik unterrichtete er in Gifhorn. In einer Stadt in der Region Amhara leitet er jetzt eine Berufsschule. Der Kulturschock ist immens, und seine Aufgaben erledigen kann Schröder nur „mit ganz viel Humor und indem man Ziele verfolgt“. In seinem Fall ist es das Ziel, die Erfolgsquote der dortigen Berufsschul-Absolventen von 30 auf 80 Prozent zu steigern.

„Ich habe dort die Möglichkeit, wirklich etwas zu bewegen, aber die Frustrationsgrenze ist hoch“, sagt Schröder und schiebt nach: „Aber es macht schon Spaß.“

Er sei die einzige „Weißnase“ an der Berufsschule, die 1300 Schüler hat sowie 80 Lehrer. Schröder ist motiviert – „ich möchte vorankommen“ – und baut bei seiner Tätigkeit auf Nachhaltigkeit. Sein Engagement läuft noch bis März 2013 – mit der Option einer Verlängerung des Vertrags. Ob das infrage kommt, wollen Schröder und seine Frau, die hier in Deutschland geblieben ist, kommendes Jahr entscheiden: „Sie meint, ich bin ein Träumer und Fantast.“

Am Sonntag fliegt der Pädagoge nach vier Wochen „Heimaturlaub“ wieder zurück nach Äthiopien, einem „sicheren Land mit lieben Menschen“. Das kennen zu lernen, würde so manchem, der „hier in Deutschland nur meckert“, die Augen dafür öffnen, „wie gut es uns hier geht“.

jr

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