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Gifhorner Griechen bangen um die Heimat

Euro-Krise Gifhorner Griechen bangen um die Heimat

Gifhorn. Die Euro-Krise ist auch in Gifhorn ein heiß diskutiertes Thema. Gifhorns Griechen fühlen sich dabei immer häufiger von Deutschen in die Kollektivhaftung genommen - nach dem Motto „Ihr Griechen...“.

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Euro-Krise: Gifhorner Griechen machen sich große Sorgen um ihre alte Heimat.

„Ich gucke mir schon gar keine Nachrichten mehr an. Ich habe die Aussagen der Politiker satt“, sagt Giorgios Brachos. Der 51-Jährige ist mit sieben Jahren nach Deutschland gekommen, doch sein Herz schlägt immer noch auch für Griechenland. Mit seinen deutschen Freunden führe er „anständige Diskussionen“. Er befürchte aber, dass die Verständigung zwischen Griechen und Deutschen auch in Gifhorn schwieriger werde.

„Manche lassen schon mal einen Spruch los“, sagt seine Schwester Maria Brachou. „Das tut schon weh.“ Sie hat den Eindruck, dass die Völker von der Politik gegeneinander ausgespielt würden. „Ein paar Sprüche hörst Du immer“, sagt Nektarios Moutas und winkt lächelnd ab. „Da muss man drüber hinweg hören.“ Allerdings in letzter Zeit häufiger.

Natürlich gebe es in Griechenland Reiche, aber den Großteil mache die arme Bevölkerung aus, sagt Brachou.

Michael Dimas (43) aus Gifhorn ärgert sich über das Klischee vom faulen Südländer. Er kann den Unwillen der Bevölkerung in Griechenland über weitere Sparmaßnahmen verstehen. „Meine Tante hatte 750 Euro Rente und jetzt nur noch 420. Mein Schwager ist Feuerwehrchef mit drei Kindern und verdiente 2300 Euro, jetzt nur noch 1350.“ Dabei seien die Lebenshaltungskosten höher als in Deutschland. Wie weit wolle man denn die einfachen Leute noch belasten?

rtm

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