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Gifhorn Stadt Oft gibt es mehr Opfer als freie Plätze
Gifhorn Gifhorn Stadt Oft gibt es mehr Opfer als freie Plätze
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00:25 17.03.2018
Gefragter Schutzraum: Auch das Gifhorner Frauenhaus ist immer wieder so belegt, dass keine weiteren Opfer von häuslicher Gewalt mehr aufgenommen werden können.   Quelle: Archiv
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Gifhorn

 „Zurzeit ist es relativ entspannt“, sagt Heidemarie Golombowski vom Frauenhaus Gifhorn. Das hat insgesamt 14 Plätze, darunter sechs für Kinder. „Im Augenblick sind vier Plätze belegt“, sagt Golombowski. Doch: „Die Situation kann in einer Stunde schon ganz anders aussehen. Im Frauenhaus herrscht immer viel Fluktuation – aus ganz verschiedenen Gründen.“ Von Planungssicherheit können Golombowski und ihr Team – insgesamt neben ihr zwei Teilzeitkräfte sowie vier geringfügig Beschäftigte – nur träumen.

Auch in Gifhorn gab es schon Aufnahmestopps. „Das ist immer wieder der Fall.“ Etwa wenn Frauen nicht allein betroffen sind. Zuweilen seien einige Frauen-Plätze mit Kindern belegt.

Begleitprobleme haben sich vermehrt

„Der Grund, in ein Frauenhaus zu gehen, ist immer, dass die Frauen von Gewalt betroffen sind“, sagt Golombowski. Daran habe sich in den 25 Jahren nichts geändert. Dennoch ist die Arbeit nicht gleich geblieben. „Die Begleitprobleme haben sich vermehrt“, sagt die Sozialarbeiterin.

Es gebe mehr psychische Auffälligkeiten. Und mehr Ver- oder Überschuldung. Zu dem Punkt komme noch die angespannte Wohnungssituation hinzu. Was 2016 zum Beispiel mit dazu führte, dass recht viele Frauen „extrem lang“ im Frauenhaus blieben – also mehr als ein halbes Jahr lang.

„Wir brauchen Dolmetscher“

Immer mehr Klientinnen sind EU-Bürgerinnen und Geflüchtete, sagt Golombowski. „Das bringt Schwierigkeiten mit sich: Wir brauchen Dolmetscher, und die kriegen wir nicht umsonst.“

Auch in diesem Jahr schon seien viele Frauen aus anderen Regionen Deutschlands ins Gifhorner Frauenhaus gekommen. Das sei nicht unbedingt dem Platzmangel in deren Heimat geschuldet. Oft seien die Frauen fern der Heimat einfach sicherer.

„Ich denke schon, dass ein paar Plätze mehr gut wären“, sagt Golombowski zum Bedarf im Kreis Gifhorn. Aber das ist es offenbar nicht allein. Instandhaltung und Ausstattung seien ein Dauerthema bei Gesprächen mit dem Caritas-Verband als Träger.

Von Dirk Reitmeister

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