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Gifhorn Stadt Dürre: Förster befürchten Millionenschäden in Gifhorner Wäldern
Gifhorn Gifhorn Stadt Dürre: Förster befürchten Millionenschäden in Gifhorner Wäldern
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00:22 25.10.2018
Schäden in der Waldwirtschaft: Im Frühjahr aufgeforstete Windwurfflächen hat nun die Dürre zunichte gemacht. Quelle: Cagla Canidar (Archiv)
Gifhorn

Erst die Stürme Herwart, Xavier und Friederike, dann die Jahrhundertdürre: Fichtenwälder könnten im Kreis Gifhorn bald der Vergangenheit angehören, sagt Forstamtsleiter Eckard Klasen.

Vom Sturm geworfene Fichten seien geradezu Brutnester für den Borkenkäfer, und die anschließende Trockenheit habe dafür gesorgt, dass der Schädling gleich dreimal innerhalb einer Saison Nachwuchs brachte. „Eine dritte Generation ist sehr ungewöhnlich.“

Massenvermehrung befürchtet

Die Folge sei eine exponentielle Vermehrung des Käfers. Wie viele Fichten geschädigt sind, vermag Klasen noch nicht einzuschätzen. „Wir haben eine Menge vorgeschädigter Fichten, die noch grün sind.“ Das Ausmaß werde erst im Frühjahr abzuschätzen sein. Und: „Wir befürchten auch eine Massenvermehrung im kommenden Jahr.“

Bitter für die privaten Waldbesitzer, die das Forstamt Südostheide betreut: Sie sind gezwungen, für wenig Geld Holz zu verkaufen und für viel Geld neue Bäume zu pflanzen. Denn: Schon durch die Stürme und nun auch die Käfer drängt jede Menge Fichtenholz auf den Markt. Das drückt die Preise nach unten. Gleichzeitig steigt die Nachfrage nach Jungpflanzen. Das treibt deren Preis nach oben. „Einige Waldbesitzer werden finanzielle Sorgen haben.“

Auch Jungbäume betroffen

Die Dürre lehrt die Förster auch, dass der Nachwuchs schnell auf der Strecke bleiben kann. Auf 130 Hektar haben Klasens Leute in diesem Jahr neue Bäume – vor allem Buchen und Douglasien – gepflanzt. Die Verluste schätzt er nun auf etwa 80 Hektar. Es habe sogar Jungbäume aus 2017 und 2016 erwischt. So etwas hat Klasen in seinen 24 Jahren als Forstamtsleiter in Gifhorn noch nicht erlebt.

Wenig Kummer mache dagegen die für die Heide typische Kiefer. Sie komme mit der Trockenheit bestens klar. Ein Klimawandel-Gewinner sei auch die Eiche. „Deren Altbaum ist recht robust, was Trockenheit angeht.“

Wirtschaftliche Bedeutung

Zwar habe die Fichte einen Anteil von etwa fünf Prozent an der Waldfläche, sagt Klasen. Doch ihre wirtschaftliche Bedeutung als schnell wachsender Baum sei etwa dreimal so stark.

Von Dirk Reitmeister

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